LEADER-Projekt eingeweiht: Neubau des Umkleide- und Sanitärtraktes des Sport- und Schützenheimes in Rottorf/Klei

24.11.2017

Foto: N. Jäkel

Lange hatten die Rottorfer Bürgerinnen und Bürger auf die Fertigstellung der Sanierung des Sanitärbereichs des Sport- und Schützenheimes gewartet – Mitte November war es endlich soweit: Der Neubau wurde offiziell eingeweiht. Knapp einhundert Besucher waren gekommen, um die Einweihung des Anbaus zu feiern und die symbolische Schlüsselübergabe durch Rennaus Bürgermeister Jörg Minkley an Peter Nimz, den 1. Vorsitzenden des VfL Rottorf, mitzuerleben.

Der alte Sanitärbereich befand sich schon seit Jahren in einem desolaten Zustand, Lösungen zur Verbesserung der Situation waren dabei lange Zeit nicht in Sicht. Erst die Zusage zur Unterstützung durch das EU-Förderprogramm LEADER machte den Weg frei. Nach längerer Planung und Klärung der Finanzierung konnte im Februar 2017 der Baubeginn starten. Rund 250.000 Euro sollte die Modernisierung des Umkleide- und Sanitärtraktes kosten. Mit Aufnahme in das Leader-Förderprogramm der Europäischen Union wurde der Maßnahme ein Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro gewährt. Alles schien auf dem besten Weg zu sein, doch nach dem Baubeginn im Frühjahr traten unerwartete bauliche Mängel am Gebäude auf, sodass als Lösung des Problems letztendlich nur der Abriss des alten Gebäudes und der Neubau blieben. Auf einer Grundfläche von etwa 100 Quadratmetern entstanden zwei neue Umkleideräume, geräumige Sanitäranlagen und ein neues Dach für den Übergang zur Mehrzweckhalle. Gesamtkosten: Knapp 400.000 Euro.

„Trotz der Kritik an der Kostenentwicklung stehen wir zu dem Projekt, Rottorf brauchte eine Lösung und Rottorf hat eine hervorragende Lösung bekommen“, so Samtgemeindebürgermeister Gero Janze. Rennaus Bürgermeister Minkley ergänzte, dass der Neubau des Umkleide- und Sanitärtraktes tatsächlich deutlich teurer wurde als geplant, das Ergebnis sich aber durchaus sehen lassen könne. Unwägbarkeiten gebe es nach Meinung des Bürgermeisters bei jedem Bauprojekt und diese Unwägbarkeiten waren für die Gemeinde und Planer schlichtweg nicht vorhersehbar. Teurer hin oder her, jetzt hätte die Gemeinde eine nachhaltige Lösung, die eine wirkliche Verbesserung für ganz Rottorf darstelle, so Minkley.

Zukunfts-LAB und „Talanoa“: Gestalten Sie Ihre Zukunft mit!

06.11.2017

Foto: Melanie Specht

Die LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ sucht nach spannenden Projektideen zu den Themen Umwelt, Natur, Mobilität und Lebensqualität. Jeder kann seine Ideen, Wünsche und Projektideen mit Hilfe eines individuellen Plakats mitteilen.

„Save the world“ riefen 400 Kinder und Jugendliche zum Auftakt der diesjährigen Weltklimakonferenz, die seit heute in Bonn stattfindet.* Die Weltklimakonferenz steht unter der Präsidentschaft des Inselstaates Fidschi, der den Klimawandel jetzt schon deutlich spürt. Premierminister Frank Bainimarama sagte: „Es eilt – die Welt ist unter Druck, durch extreme Wetterereignisse, die durch den Klimawandel verursacht sind.“

Die LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ hat ihre Vergangenheit im Braunkohlenabbau, dessen Verstromung heute mit zu den Hauptverursachern des Klimawandels gilt. Was liegt näher, als genau hier herausfinden, was Sie zu den Themen Umwelt, Natur, Klima und Lebensqualität zu sagen haben.

Die LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ hat dazu einen „Zukunfts-Lab“ gegründet und 200.000 Euro bereitgestellt, mit denen in den kommenden Jahren in der LEADER-Region zukunftsweisende, lokale Projekte umgesetzt werden können. LEADER ist eine europäische Methode, um Probleme zu lösen und Chancen konkret verwirklichen zu können. Ein wesentlicher Aspekt bei LEADER ist die aktive Mitwirkung von allen Menschen, die sich beteiligen wollen. Wie aber kommen wir wieder besser miteinander ins Gespräch?

Das „Zukunfts-Lab“ soll für uns ein Experiment zu den Fragen sein, die uns beschäftigen. Darauf wollen wir Antworten finden, in dem wir Ihnen zuhören und mit Ihnen ins Gespräch kommen. Auf Fidschi sagt man dazu „Talanoa“, das ist eine Art freier Gedankenaustausch, der trotzdem zu Ergebnissen führt.

Am Anfang eines jeden guten Gesprächs steht nicht das Reden, sondern das Zuhören. Wir wollen wissen, was Ihnen wichtig ist, jetzt und hier: „Was können wir in unserer nächsten Umgebung tun, um den drängenden Zukunftsfragen konstruktiv begegnen zu können?“

Gestalten Sie Ihr eigenes Plakat und teilen uns so Ihre Meinung mit!

Das Zukunfts-Lab finden Sie hier.

 

Landkreis Helmstedt richtet Kofinanzierungspool ein

16.10.2017

Foto: Anke Grundmann

Nach langer Vorbereitungszeit unterzeichneten Landrat Gerhard Radeck und die hauptamtlichen Bürgermeister der Kommunen im Landkreis Helmstedt die Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung eines Kofinanzierungspools. Grund dafür ist eine Regelung bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln über das Programm „LEADER“. Hierbei müssen bei Förderanträgen von privaten Antragstellern sowie von gemeinnützigen Vereinen, Stiftungen etc. die beantragten EU-Fördermitteln jeweils mit öffentlichen, nationalen Mitteln kofinanziert werden. Die Kofinanzierung aus öffentlichen Mitteln muss dabei zwingend ¼ der EU-Förderung betragen. Da diese Mittel in der Regel nicht zur Verfügung stehen, könnten private Projektträger keine Förderanträge stellen. Diese Lücke schließt nun der Kofinanzierungspool, wobei sowohl die beteiligten Kommunen als auch der Landkreis jeweils Mittel breitstellen.