Modellhaftes Verfahren zur Entwicklung von stabilen, artenreichen und leistungsstarken Mischwäldern

Modellhaftes Verfahren zur Entwicklung von stabilen, artenreichen und leistungsstarken Mischwäldern
Projektträger:Privat
Ort:Bahrdorf
Handlungsfeld:HF 5 – Land- und Forstwirtschaft
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026

Projektbeschreibung:

Die zunehmenden Schäden in unseren Wälder sollen durch die Anreicherung von Laubbaumarten in den großflächigen Nadelholz betonten Beständen verbessert werden. So ist es auch in regionalen und bundesweiten Waldbauprogrammen festgelegt. Auch unsere Wälder, von Harz bis Heide, werden zunehmend mit Herausforderungen durch Klimawandel und anderen gesellschaftlichen Ansprüchen, wie Erholungsfunktion, Luftreinhaltung, Trinkwassergewinnung und vieles mehr beansprucht.Besonders in gleichförmigen Wäldern sind mittlerweile bei fast allen Baumarten erhebliche Verluste zu verzeichnen, die zur Verschlechterung der Biodiversität führen. Seit vielen Jahren werden im Bereich der Försterei Bahrdorf Waldsaaten mit großem Erfolg angelegt. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen in dem geplanten Unternehmen genutzt und weiterentwickelt werden. Insbesondere für den Privatwaldbesitzer können mit der Saat direkt im Wald gegenüber der üblichen Pflanzung Kosten reduziert werden.

Durch die Saat von Eichen und Buchen sollen stabile, artenreiche Wälder entwickelt werden, die dem Klimawandel trotzen können. Dabei ist die direkten Saat von Laubbäumen in gleichförmigen Kiefern- und Fichtenwäldern eine biodiversitätsfördernde Maßnahme mit der die Leistungsfähigkeit und Vielfalt in Forstbetrieben deutlich und nachhaltig gesteigert werden kann. Durch so gewachsene vielschichtige Waldungen soll sich die Stabilität bei Sturm und Feuer erheblich verbessern. Die Nährstoffversorgung wird mit der Laubstreu nachhaltig aufgewertet. Durch zunehmende Trockenheit und längeren Hitzephasen im Frühjahr wurde eine Modifizierung der bewährten Methode mit Mulcher und „überrollender“ Sämaschine notwendig. Des weiteren soll wo möglich auf ein vollflächiges Mulchen als Flächenvorbereitung verzichtet werden.

Durch die direkte Aussaat von Eichen und Buchen im Wald (auch andere Baumarten möglich), können sich auf naturnahe und kostengünstige Weise vielfältige, leistungsfähige Bestände bilden. Diese biodiversitätsfördernden Leistungen können im Landkreis Helmstedt in verschiedenen privaten Betrieben (Forstgenossenschaften) und im niedersächsischen Landeswald vorgezeigt werden. Hier sind über 35 Bestände von 2007 bis heute mit Waldsaat erfolgreich begründet vorhanden. Ohne Bodenbearbeitung (in gewachsenem Boden) wird die Saat streifenweise mit speziellen Maschinen eingebracht. Konsequent parallel angelegte Reihen mit 2m Abstandermöglichen die später wichtige effiziente Pflege durch maschinelles Mulchen. Ein Überhalt mit vorhandenen alten Kiefern ist sehr wünschenswert und reduziert die Gefahr durch Spätfrostschäden und Überhitzung. Mit Saatgut von besonders guten anerkannten Bäumen werden im Oktober oder April etwa 120 kg/ha Eiche bzw. 20 kg/ha Buche ausgesät.So entwickelte Flächen, mit natürlicher Wurzelentwicklung und ohne weitere Sortierung zeichnen sich durch große genetische Biodiversität und Stabilität aus! Dies soll bevorzugt durch den Einsatz einer Kombination aus Scheibenpflug und Sämaschine erfolgen.

Im Rahmen des Projektes weden dafür die folgenden Maschinen angeschafft:

  • Streifenpflug
  • Sämaschine
  • Streifenfräse
  • Tandem- Anhänger

Foto: privat

Etablierung des Naturpark-Partnerprogramms im Naturpark Elm-Lappwald (Kooperationsprojekt)

Etablierung des Naturpark-Partnerprogramms im Naturpark Elm-Lappwald (Kooperationsprojekt)
Projektträger:Landkreis Wolfenbüttel
Ort:Gebiet der beteiligten LEADER-Regionen
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026

Projektbeschreibung:

Der Naturpark Elm-Lappwald ist ein für die Region bedeutendes Naherholungsziel, das von intensivem, aber überwiegend regionalem, tagesbezogenem Tourismus geprägt ist. Im Vergleich zu bekannteren deutschen Naturparks ist seine touristische Nutzung moderat. Kooperationen mit regionalen Betrieben sind kaum vorhanden, regionale Produkte und Angebote werden nicht gemeinschaftlich vermarktet.
Gemäß dem Naturparkplan 2033 soll das Markenprofil u.a. durch Partnerschaften und Kampagnen gestärkt werden. Dafür ist das Programm „Naturpark-Partner“ des Verbandes Deutscher Naturpark e.V. besonders geeignet, welches die Kooperation zwischen einem Naturpark und regionalen Betrieben, Institutionen und Organisationen unterstützt. Das Partnerprogramm steht grundsätzlich Betrieben aller Branchen offen, die die Ziele und Werte eines Naturparks teilen und ist in zahlreichen Naturparken bereits erfolgreich etabliert. Für den Naturpark Elm-Lappwald wäre die Teilnahme /Durchführung des Programms für die Stärkung und Sichtbarkeit bedeutend.

Projektpartner

Beteiligte Akteure sind Wirtschaftsförderung im Landkreis Wolfenbüttel GmbH, der Tourismusverband Nördliches Harzvorland e.V, Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH, UNESCO Global Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen.

Das Projekt ist als LEADER-Kooperationsprojekt der drei LEADER-Regionen „Nördliches Harzvorland„, „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ und „Elm-Schunter“ konzipiert und wirkt Landkreis übergreifend. Neben den zuvor genannten Projektpartnerinnen werden durch das Vorhaben regionale Akteure, Initiativen etc. miteinander vernetzt.

Maßnahme

Die Maßnahme umfasst folgende Arbeitsschritte und berücksichtigt die Vorgaben des Verbandes Deutscher Naturparke e. V. (VDN):
(1) Projektstart & Organisation: Bildung eines internen Projektteams aus einem Dienstleister, dem Naturparkteam und Partnern (s. u.)
(2) Konzeption: Erarbeitung der Partnerkriterien (Nachhaltigkeit, Regionalität, Umweltbewusstsein)
(3) Ansprache-Strategie und Umsetzung: Entwicklung von Informationsmaterial, Ansprache und Gewinnung von Partnerbetrieben aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Landwirtschaft, Handel und Handwerk
(4) Partnerprodukte: Entwicklung von Produkten für schnelle Sichtbarkeit des Mehrwerts der Kampagne
(5) Schulungen & Workshops: Organisation von Informationsveranstaltungen und Durchführung von Partner-Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung
(6) Zertifizierung & Auszeichnung: Prüfung und Aufnahme geeigneter Betriebe, Übergabe einer Partnerplakette und öffentliche Vorstellung
(7) Marketing und Netzwerkarbeit: gemeinsame Vermarktungsaktionen, Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen und Veranstaltungen
(8) Evaluation und Weiterentwicklung: Regelmäßige Überprüfung der Partnerschaften, Feedbackrunden und Anpassung der Maßnahmen.

Grafik: Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN)

Kooperationsprojekt „Stender Code“

Kooperationsprojekt „Stender Code“
Projektträger:Stadt Helmstedt
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:HF3 – Kulturelles Erbe und Naturerbe
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Foto:privat
Video:Projektfilme anschauen

Projektbeschreibung:

Gotthard Friedrich Stender lebte im 18. Jahrhundert und gilt als Begründer der lettischen säkularen Literatur und verfasste eine Grammatik und ein Lexikon der lettischen Sprache. Im Sinne der Volksaufklärung setzte er sich für die Alphabetisierung des „gemeinen Mannes“ ein. Dafür verfasste er ein bebildertes ABC-Buch und übersetzte Kirchenlieder, Märchen und Erzählungen aus dem Deutschen ins Lettische. 1759 wanderte er nach Helmstedt aus, wo er für den Herzog von Braunschweig einen Globus (3 Fuß im Durchmesser) anfertigte und darauf von diesem zum Rector der neuerrichteten Realschule in Königslutter 1760 berufen wurde. Jedem lettischen Schulkind ist der „Alte Stender“ ein Begriff. Das Werk des Universalgelehrten ist vielseitig – und wurde stark durch seine Zeit in Deutschland geprägt, wo er jedoch weitestgehend unbekannt ist.

Im Rahmen des Kooperationsprojekt sollen sich die beteiligten LAGn aus Lettland und Deutschland näher kennenlernen und in einen Wissenstransfer miteinander treten.
Im ersten Schritt ist eine Anbahnung zum Kooperationsprojekt geplant. In dieser Phase sollen sich die beteiligten Akteure der 4 Partnerregionen persönlich kennenlernen und gemeinsam die konkreten Maßnahmen entwickeln. Dafür ist zunächst ein Transferbesuch geplant. Eine Delegation der drei lettischen LAGn reist dabei im Januar 2026 in die LEADER-Region Grünes Band im LK Helmstedt. Hier steht das erste, persönliche Kennenlernen im Fokus und die lettischen Besucher haben die Möglichkeit Helmstedt ,als Wirkungsstätte von Stender, zu besichtigen. Erste Projektideen sollen gemeinsam erörtert werden. Sofern die Anbahnung erfolgreich verläuft, soll auf Grundlage der gesammelten Erfahrungen das eigentliche Kooperationsprojekt konzipiert werden.

Dies sind die drei Partnerregionen aus Lettland:

Impressionen des Transferbesuches im Januar 2026 in Helmstedt:

Ausbildung zum Geoguide und zertifizierten Natur- und Landschaftsführer

Ausbildung zum Geoguide und zertifizierten Natur- und Landschaftsführer
Projektträger:Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e. V.
Ort:Gebiet der LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseitewww.geopark-hblo.de

Projektbeschreibung:

Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen setzt seit seiner Gründung ein umfassendes Bildungsprogramm in der Region um. Dieses umfasst ein vielfältiges Führungs- und Aktionsangebot für Kinder und Erwachsene. Die UNESCO stellt hohe Anforderungen an die Bildungsarbeit, die unter anderem durch die Durchführung gezielter Veranstaltungen erfüllt werden muss. Darüber hinaus ist der Geopark als anerkannter außerschulischer Lernort, ausgezeichnet durch das Kultusministerium, verpflichtet, ein entsprechendes Bildungsangebot bereitzustellen. Die Umsetzung dieser Angebote erfolgt durch sogenannte Geoguides, darunter Gästeführer, Biologen, Geologen und Waldpädagogen, die auf Honorarbasis für den Geopark tätig sind. Um die Qualität und Kontinuität dieser Bildungsangebote langfristig zu sichern, ist es notwendig, dieses Netzwerk zu erweitern und nachhaltig zu stabilisieren.

Ziel des Vorhabens ist es, das Bildungs- und Freizeitangebot in der Region nachhaltig zu stärken und auszubauen. Dies soll durch die Ausbildung neuer Geoguides erfolgen, die sowohl Einheimischen als auch Touristen ein erweitertes Erlebnis- und Lernangebot ermöglichen.

Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit Schulen im Kontext einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung ausgebaut werden. Nicht zuletzt trägt das Vorhaben zur langfristigen Absicherung des Geoparks bei, sollte es dazu kommen, dass nur noch ZNLer mit BANU-Zerifikat in unseren Wäldern führen dürfen.

Die innerhalb des Projektes vorgesehene Ausbildung umfasst insgesamt 70 Lerneinheiten (entsprechend 70 Zeitstunden). Die abschließende Prüfung wird durch den Geopark und die Alfred Toepfer Akademie abgenommen.

Foto: Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e. V.

Klimawissen kompakt: Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit verstehen.Fortbildung für Multiplikatoren

Klimawissen kompakt: Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit verstehen.Fortbildung für Multiplikatoren
Projektträger:Politische Bildungsstätte Helmstedt e.V.
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseite:https://pbh-hvhs.de/

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Klimawissen kompakt“ zielt darauf ab, Multiplikatoren im Landkreis Helmstedt über Klimawandel, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität zu schulen. Zunächst wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt, um die spezifischen Anforderungen der Zielgruppen zu ermitteln. Darauf basierend werden praxisnahe Seminarinhalte entwickelt und in vier Workshop-Phasen umgesetzt. Diese Workshops behandeln grundlegende Prinzipien des Klimawandels, den Einsatz erneuerbarer Energien, nachhaltige Mobilität sowie Ressourcenschonung.

Eine Exkursion zum Ökodorf Siebenlinden ergänzt das Programm, bei der nachhaltige Praktiken vor Ort gezeigt werden. Fachvorträge von Experten informieren über aktuelle Entwicklungen im Klimaschutz. Zudem wird ein Netzwerk von Multiplikatoren aufgebaut, um den Austausch von Erfahrungen zu fördern.

Für die Durchführung sind Anschaffungen wie Lehrmaterialien, audiovisuelle Technik, Transportkosten zur Exkursion und Verpflegung während der Seminartage erforderlich. So wird gewährleistet, dass die Teilnehmenden Wissen erwerben und in ihren Kontexten anwenden können.

Grafik: Politische Bildungsstätte Helmstedt e.V.

Produktion von vier Podcasts „ zwischen uns – Talks über das Leben an der Grenze“

Produktion von vier Podcasts „ zwischen uns – Talks über das Leben an der Grenze“
Projektträger:Verkehrsverein Schöningen e.V. – Tourismus & Kultur
Ort:Gebiet der beteiligten LEADER-Regionen
Handlungsfeld:HF 3 – Kulturelles Erbe und Naturerbe
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2024
Projektwebseite:https://www.grenzerzaehlungen.de/

Projektbeschreibung:

Von Oktober 2023 bis Juni 2024 wurde das Projekt „zwischen uns …gibt es viel zu erzählen – Erzählcafés und Geschichtenarchiv“ in der LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ umgesetzt. Es war zudem ein Folgeprojekt des Familienfilmprojekts „zwischen uns“, das als Kooperationsprojekt mit der benachbarten LEADER-Region Flechtinger Höhenzug stattgefunden hatte.

Geplant ist die Produktion einer Serie von vier Podcasts á ca. 30 Minuten. Im deren Mittelpunkt stehen das Erinnern und das Erzählen. Heimat und Verlust. Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Und was es in uns auslöst, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Podcasts sollen inhaltlich unmittelbar auf dem Tonmaterial aus den Erzählcafés aufbauen. Zentrale Themen sollen in Talks mit Persönlichkeiten, die einen direkten Bezug zur Region haben, reflektiert und in soziologische, politische und historische Kontexte gesetzt werden. Zugleich sollen die Podcasts der Website aus dem vorausgehenden Projekt regionale und überregionale Aufmerksamkeit verschaffen und noch mehr Menschen dazu motivieren, in die Geschichten einzutauchen und selbst dazu beizutragen.
Durch die vier geplanten Folgen soll eine professionelle und erfahrene Moderatorin führen. Die Moderation der Erzählcafés war auch deshalb so erfolgreich, weil sie bewusst persönlich angelegt war. Dies soll im Folgeprojekt möglichst gleichwertig fortgeführt werden.


In den Podcasts soll die Moderatorin Menschen begegnen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der deutsch-deutschen Geschichte und mit Erinnerungskultur befassen. Getragen werden die Folgen von einer Vielzahl von Stimmen, Eindrücken, Menschen, die in den bislang vier regional umgesetzten Erzählcafes zur Wort kamen. Diese Stimmen sind das „Gewebe“, auf dem sich das Podcast-Projekt auf neuen Wegen der Frage annähert, was das ist, was „zwischen uns“ ist. Jede Podcast-Folge hat einen oder sogar mehrere Expertinnen und Experten zu Gast. Aufgenommen wird der Podcast soweit wie möglich in der Region, um gerade Menschen aus der Region zu Wort kommen zu lassen. Aber auch Persönlichkeiten, die sich wissenschaftlich wie individuell mit Erinnerungskultur und diesem Teil der deutschen Geschichte befassen, sollen zu den Gesprächen eingeladen werden.

Foto: Philigran Studio / Sebastian Petersen

Naherholungs- und Tourismus-Magazin für das Gebiet des Naturparks Elm-Lappwald bis einschließlich Asse und Stadt Wolfenbüttel

Naherholungs- und Tourismus-Magazin für das Gebiet des Naturparks Elm-Lappwald bis einschließlich Asse und Stadt Wolfenbüttel
Projektträger:Landkreis Wolfenbüttel
Ort:Gebiet der beteiligten LEADER-Regionen
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2024

Projektbeschreibung:

Die Region zwischen Helmstedt und Wolfenbüttel wird durch den Naturpark Elm-Lappwald verbunden. Auch der Naturpark hat auf seinem Gebiet unter anderem die Aufgabe, einen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung zu leisten und die Erholung sowie einen nachhaltigen Tourismus zu entwickeln und zu unterstützen. Für das Gebiet das Naturparks und den Raum bis einschließlich des Höhenzugs Asse und der Stadt Wolfenbüttel mit ihren für viele Menschen der Region noch verborgenen Schätzen soll daher ein hochwertiges Magazin entstehen, das aus verschiedenen Perspektiven die erweiterte Naturpark-Region präsentiert. Um dies zu realisieren haben sich die drei LEADER-Regionen „Elm-Schunter„, „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ und „Nördliches Harzvorland“ für ein entsprechendes LEADER-Kooperationsprojekt zusammengeschlossen.

Mit dem Magazin sollen primär Grundlagen geschaffen werden, damit die Menschen der Region die Vorzüge gezeigt bekommen, neugierig gemacht werden und sie ihre Region kennen und schätzen lernen. Die Menschen der Region sollen Botschafter ihrer Region werden.
Gleichzeitig soll das Magazin der informellen Verbreitung dienen und den Bekanntheitsgrad sowie das Image der Region und insbesondere des Naturparks Elm-Lappwald steigern helfen.

Es soll ein inhaltlich und vom Druck her hochwertiges Magazin im Formatbereich DIN A4 konzipiert und mit einem Umfang von 112 Seiten erstellt werden, mit der Kommunikation von Highlights und Alleinstellungsmerkmalen aber auch von „ganz normalen“ schönen Orten und attraktiven Erlebnissen in der näheren Umgebung. Hierzu sollen redaktionell interessante und zielführende Beiträge erstellt und durch Grafiken und ausdrucksstarke bzw. ansprechende Fotos ergänzt werden. In den Artikeln sollen auch Menschen zu Wort kommen, die hier Zuhause sind und sich für die Region engagieren.

Das Projekt besteht im Wesentlichen aus vier Elementen

  1. Magazin – Redaktion und Layout
  2. Produktion – Druck
  3. PR-Kampagne – Kommunikation und Werbung
  4. Vertrieb – Zwischenlagerung, Organisation und Transport zu den Absatzorten

Foto: Manuela Feuerhahn

Erzählcafés und Geschichtenarchiv zum Thema „deutsch-deutsche Teilung“

Erzählcafés und Geschichtenarchiv zum Thema „deutsch-deutsche Teilung“
Projektträger:Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.
Ort:LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 3 – Kulturelles Erbe und Naturerbe
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2023

Projektbeschreibung:

Kern des Projektes ist die Durchführung von insgesamt vier Erzählcafés. Hierfür soll ein professioneller, in der spezifischen Thematik erfahrener Moderator auf Honorarbasis engagiert werden, der die Veranstaltungen inhaltlich vorbereitet, leitet und dokumentiert.

Im Vorfeld wird in den Kommunen mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit über die Veranstaltungen informiert. Hierbei sollen auch Personen direkt angesprochen und zur Teilnahme eingeladen werden. Vorrangiges Ziel soll es sein, Menschen aus verschiedenen Generationen von jung bis alt zu erreichen und für die Teilnahme zu gewinnen. Für die Einladung werden Flyer gedruckt und lokal verteilt. Wo möglich wird über die Lokalpresse informiert. Außerdem werden Vereine und lokale Akteur:innen in die Öffentlichkeitsarbeit miteingebunden.

Im Rahmen des Projekts soll eine Website eingerichtet werden, die mit Social-Media-Kanälen verknüpft ist, um das Projekt zu bewerben bzw. zu begleiten und um andererseits die Diskussionen auch online zu ermöglichen, so dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligen können. Alle Erzählwerkstätten können hier später dokumentiert werden und somit dauerhaft zur Verfügung gestellt werden.

Die Erzählcafés sollen in kommunalen Räumen wie etwa Dorfgemeinschaftshäusern bei freiem Eintritt stattfinden. Zunächst soll der Film „zwischen uns …war mal eine Grenze“ als Einstimmung und Anregung für die folgenden Gespräche vorgeführt werden. Für eine angemessene technische Durchführung der Filmpräsentationen sollen ein Beamer, eine mobile Leinwand sowie eine mobile Tonanlage angeschafft werden.

Die Erzählcafés sollen niederschwellig und konsequent partizipativ sein. Mit Tischen und Stühlen wird eine einladende Kaffeehausatmosphäre geschaffen. Alle, die eine Erinnerung und einen Gedanken teilen wollen, sollen die Gelegenheit dazu bekommen. Zum Ende der Erzählcafés werden Personen mit signifikanten Erzählungen eingeladen, diese aufzeichnen zu lassen. Im digitalen Geschichtenarchiv sollen diese beispielhaften Erzählungen gesammelt und über eine Website öffentlich zugänglich gemacht werden.

Termine für Erzählcafés:

  • Samstag, 20.01.2024, 16-19 Uhr, Helmstedt, „Pferdestall“, Am Ludgerihof 5
  • Sonntag, 21.01.2024, 15-18 Uhr, Gevensleben, Dorfgemeinschaftshaus Gevensleben, Watenstedter Str. 15A
  • Samstag, 24.02.2024, 16-19 Uhr, Schöningen, Klosterkrug St. Lorenz – Konvent, Klosterfreiheit 9e
  • Sonntag, 25.02.2024, 15-18 Uhr, Grafhorst, Hotel Restaurant Krüger, Lindenstr. 2

Kontakt & weitere Informationen:

Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V.

Beate Ziehres, Anja Nitschke

Tel: 0 53 51 / 17-7777 Tel: 0 53 51 / 17-2510

Mail: info@grenzdenkmaeler.de

WhatsApp: 0151 / 54621766

www.grenzdenkmaeler.de

Fotogalerie

Fotos: Büro für Soziokultur

Aufstellung von 9 Geoparkstelen an Durchgangsstraßen in Ortslagen im Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen

Aufstellung von 9 Geoparkstelen an Durchgangsstraßen in Ortslagen im Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen
Projektträger:Geopark Trägerverein Braunschweiger Land. Ostfalen e.V.
Ort:LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / ZILE-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2022

Projektbeschreibung:

Der UNESCO Global Geopark Harz · Braunschweiger Land · Ostfalen hat als einer der weltweit größten Geoparks eine Vielfalt an geologischen Besonderheiten zu bieten. Hier sollen das geologische Erbe geschützt, die Regionalentwicklung gefördert und eine zeitgemäße Umweltbildung geboten werden. Um die Zugehörigkeit der im Geopark liegenden Orte im Landkreis Helmstedt zum Geopark sichtbar zu machen, wurden an insgsamt 9 Orten Orten im Landkreis Helmstedt an Durchgangsstraßen sogenannte Geopark-Stelen aufgestellt. Sechs davon befinden sich im gebiet der LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ (siehe Fotogalerie). Die Geopark-Stelen ergänzen die vorhandenen Informationstafeln an den Geopunkten und den Geopfaden. So lässt sich das informative Angebot Geoparks sinnvoll touristisch vernetzen. Die Kommunen können von der Werbewirksamkeit des UNESCO-Geoparks profitieren und die Marke gezielt für die Gästeansprache einsetzen.

Die Geopark-Stelen sollen bei Vorbeifahrenden wie Einheimischen Aufmerksamkeit wecken. Eine Geopark-Stele ist im Querschnitt dreieckig, besteht aus Metall und ist ab Fundament 3 m hoch. Die neun im Rahmen dieses Projektes aufgestellten neuen Geopark-Stelen ergänzen jene, die schon im südlichen Teil des UNESCO-Geoparks aufgestellt worden sind und tragen daher zur Vernetzung des gesamten UNESCO-Geoparks bei.

Das Projekt unterstützt somit eine nachhaltige, regionale Entwicklung durch den UNESCO Global Geopark im Gebiet der LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“. Mit dem Projekt wird zudem ein öffentlichkeitswirksamer Beitrag zur Umweltbildung und zur Besucherlenkung geleistet. Somit trägt das Projekt zur Entwicklung, Gestaltung und Vernetzung des kulturellen bzw. natürlichen Erbes durch den UNESCO Global Geopark bei.

Fotogalerie

Fotos: Geopark Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e.V. und Samtgemeinde Grasleben

Paarbänke an Aussichtspunkten/Sichtachsen (Landmarken) am Lappwaldsee

Paarbänke an Aussichtspunkten/Sichtachsen (Landmarken) am Lappwaldsee
Projektträger:Stadt Helmstedt
Ort:LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2022

Projektbeschreibung:

Nach dem Ende des Braunkohletagebaus hat sich ein ganzer Industriezweig aus der Region zurückgezogen. Gerade der hiesige ländliche Raum ist so aus einer wirtschaftlichen Prosperität vor die drohende Bedeutungslosigkeit gestellt worden.

Die Rekultivierung des Tagebaugeländes zu einer Wasser- und Seenlandschaft bietet künftig gesellschaftliche wie wirtschaftliche Potentiale in den Bereichen Freizeit und Tourismus. Doch ein See ist kein Selbstläufer. Sicherheitsrelevante Gesetze und Auflagen behindern bislang gesamtheitliche Planungen. Es gilt daher in Pilotprojekten Möglichkeiten aufzuzeigen und die vielen, schon heute reizvollen Standorte und Sichtachsen (Landmarken) am, zum und um den entstehenden Lappwaldsee publik zu machen und zum Erkunden einzuladen.

Zu diesem Zweck wurden im Rahmen des Projektes insgesamt 20 Paarbänke an 10 verschiedenen Orten an markanten Aussichtspunkten rund um den Lappwaldsee aufgestellt.

Weitere Infos und die Übersichtskarte zu den einzelnen Standorten gibt es hier:

Foto: Stadt Helmstedt