Wir haben einen neuen Förderwegweiser entwickelt, der dabei helfen soll, die richtigen Schritte auf dem Weg von der Projektidee über den Fördermittelantrag bis hin zur Umsetzung zu finden.
Der Förderwegweiser informiert anschaulich über die verschiedenen Schritte und gibt zudem einen guten Überblick über die wichtigsten Infos zur Beantragung von Fördermitteln. Wir freuen uns auf neue, spannende Projektideen!
ZILE-Richtlinie / Kleinstunternehmen der Grundversorgung
Jahr der Bewilligung:
2025
Projektbeschreibung:
Bislang wurden die auf dem Gut Büstedt geernteten Druschfrüchte zu einem ca. 80 km entfernt gelegenen Betrieb gefahren, um dort die Körner auf Lebensmittelqualität reinigen und aufbereiten zu lassen. Diese Form der Aufbereitung über Dritte ist sowohl logistisch als auch von der Leistungsstärke her zu aufwändig. Weiterhin hat die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt, dass die Zwischenlagerung der Feldfrüchte direkt nach der Ernte verbessert werden muss. Die vorhandenen Lager- und Belüftungstechniken sind vom technischen Zuschnitt und ihrer Kapazität her nicht ausreichend, um die Produktqualität über einen längeren Zeitraum sicherzustellen. Das geförderte Projekt verfolgt daher die folgenden Ziele:
Vertiefung und öffentliche Demonstration der Wertschöpungskette vom Korn zum Mehl / Öl durch die in Eigenregie durchzuführende Saatenaufbereitung
Verbesserte und vereinfachte Logistik nach der Ernte i.V. mit eine Erhöhung und Sicherung der Qualität der Ernteprodukte durch eine professionelle Lager-, Belüftungs- und Trocknungstechnik.
Sicherung der Investition und des Betriebs durch Lohnaufbereitung mit der Anlage für andere Betriebe, z.B. auch durch die Aufbereitung von Saatgut.
Sinnvolle Teilnutzung von denkmalgeschützen Gebäuden und deren bauliche Substanzverbesserung.
Auslastung und Sicherung von vorhandenen Arbeitskräften und ggf. Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Kern des Vorhabens ist daher der Aufbau einer Aufbereitungsanlage für Druschfrüchte in Verbindung mit einer Silo- und Trocknungsanlage.
Am 17. Juni kamen wir erneut mit den anderen Vertreterinnen und Vertretern der LEADER-Regionen im Bereich Braunschweiger- und Göttinger Land zusammen. Dieses Mal an einem besonderen Ort, in der Mühle Liesebach in Räbke.
Neben einem spannenden Vortrag des Mühlenvereins, der bereits mehrere Fördermaßnahmen durchgeführt hat, gab es genügend Zeit und Raum, um mehr über die Nachbarregionen und ihre spezifischen Themen und Projekte zu erfahren. Es zeigte einmal mehr, dass LEADER dazu beiträgt, dass Menschen und Regionen sich untereinander austauschen und voneinander lernen können.
Weitere Impressionen der Veranstaltung und der Mühle finden Sie in unserem Kurzvideo.
ZILE-Richtlinie / Kleinstunternehmen der Grundversorgung
Jahr der Bewilligung:
2025
Projektbeschreibung:
Bei der Hofanlage im Rümmer handelt es sich um einen ehemaligen Bauernhof/Siedlungsbetrieb, der 1954 für Flüchtlinge aus Schlesien erbaut wurde. Seit 2011 ist sie im Besitz der Familie Behn. Nach einigen Investitionen und Umbauten wird das Hauptgebäude heute für die Produktion und Lagerung der Speiseölen, Senf und Honig genutzt. Die Halle, die sich mit auf dem Hof befindet, wird zur Lagerung und Reinigung der Saaten mit Hilfe einer Vorreinigung, eines Separierers und eines Farbsortierers genutzt. Sie besteht aus einem Holzständerwerk, Holztoren und Asbest-Wellplatten. Um die Halle befinden sich Schotter- und Rasenflächen.
Um die Produktion in der Halle effizienter, nachhaltiger und hygienischer zu gestalten müssen an der Halle einige Umbauten durchgeführt werden. Dafür bleibt das Ständerwerk und die Grundplatte erhalten. Da sie im aktuellen Zustand keinen Schutz gegen Vögel und Schadnager bietet, muss die Verkleidung erneuert werden. Eine Isolierung der Halle ist notwendig, um empfindliche Technik wie den Farbsortierer dort zu betreiben, da Kondenswasser bei Temperaturschwankungen diesen beschädigen können. Außerdem kann so dort temperaturunabhängig auch im Winter gearbeitet werden.
Aus hygienischen Gründen wird der Boden versiegelt. So kann eine bessere Reinigung ermöglicht und Kontaminationen auf ein Minimum reduziert werden. Die Arbeit in einer geschlossenen Halle setzt außerdem voraus, dass ein Elektrostapler angeschafft wird. Außerdem muss die Umgebung der Halle gepflastert werden, um den Eintrag von Dreck und Steinen zu minimieren. Diese können Lebensmittel kontaminieren oder den Fußboden beschädigen.
Letzte Woche wurden uns 11 neue Projekte im Rahmen einer Projektwerkstatt vorgestellt. Alle Projekte haben uns überzeugt und erhalten nun die Chance Fördermittel aus dem LEADER-Budget zu bekommen.
Die Bandbreite der vorgestellten Projekte war mal wieder sehr groß und reichte von der Anschaffung einer Softeismaschine und der Verwirklichung eines Abenteuerspielplatzes über die Einrichtung eines Fitnessparcours, der Ausbildung von Geoguides bis hin zur Errichtung einer Reithalle und der Umnutzung einer ehemaligen Gaststätte zu einem sozialen Treffpunkt.
Alle Projekte zusammen sorgen dafür, dass rund 350.000 € an Fördermitteln in die Region fließen und damit eine Gesamtinvestition von über einer halben Millionen Euro ausgelöst wird. Der Großteil der Projekte wird erneut von gemeinnützigen Vereinen getragen, was uns sehr freut.
Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ startet jeweils im Frühjahr ihren ersten Projektaufruf für das Jahr 2025. Vom 1. Februar bis zum 1. April 2025 können neue Projektideen eingereicht werden, über deren Förderung dann beraten und entschieden wird. Die Förderung ist ein Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.
Die Samtgemeinden Grasleben, Velpke und Heeseberg sowie die Städte Helmstedt und Schöningen bilden gemeinsam die LEADER-Region “Grünes Band im Landkreis Helmstedt“. LEADER ist ein methodischer Ansatz für die Regionalentwicklung. Er ermöglicht den Menschen in ländlichen Räumen, ihre Region gemeinsam weiterzuentwickeln.
Mit kleinen oder auch größeren Projekten können Vereine, Kirchen, aber auch kleine Unternehmen und Kommunen sowie private Vorhaben zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen und die EU finanziert einen großen Teil davon. Entscheidend bei LEADER ist, dass die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe, das können auch Ihre Nachbarn vor Ort sein, über die Vergabe der Fördermittel entscheiden und nicht eine ferne Behörde in Hannover, Berlin oder Brüssel.
Wenn Sie eine konkrete Projektidee haben, reichen Sie diese über einen Projektsteckbrief beim Regionalmanagement ein. Bitte beachten Sie, dass die Förderfähigkeit immer an den Einsatz von Eigenmitteln geknüpft ist und die geförderten Projekte ein klar definiertes Ziel haben müssen. Zielgruppe dieser Förderung sind insbesondere Vereine, die einen wichtigen Beitrag zur Belebung der örtlichen Gemeinschaft leisten. Gemeinnützige Vereine können mit bis zu 80 % der Nettokosten gefördert werden.
Wer noch Ideen sucht oder einfach wissen will, welche Vorhaben schon erfolgreich umgesetzt wurden, findet in unserer Projektdatenbankeine Sammlung von über 80 spannenden Projekten und verdeutlicht damit das breite Spektrum an Fördermöglichkeiten, die durch die LEADER-Region zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen zur Projektentwicklung fund -förderung inden Sie hier.
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten? Wie nehmen Sie den Tourismus vor Ort wahr? Was wünschen Sie sich für die Zukunft im Großraum Braunschweig?
Im Rahmen der Erstellung des Regionalen Naherholungs- und Tourismuskonzeptes für den Großraum Braunschweig haben alle Einwohner:innen und Tourismusakteur:innen die Möglichkeit sich an der Weiterentwicklung der Naherholungs- und Tourismusangebote im Großraum Braunschweig zu beteiligen.
Alle Einwohner:innen und touristischen Akteur:innen der kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie der Landkreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel können dafür bis zum 15.02.2025 an einer Online-Befragung teilnehmen.
Die Online.Befragung des Regionalverband Großraum Braunschweig finden Sie hier.
Das heutige Brunnentheater Helmstedt führt seit rund 100 Jahren die über 200-jährige Theatertradition im Brunnental fort. 1927 als Kurtheater eröffnet, stellt es immer noch eine bedeutende kulturelle Institution in der Region zwischen Braunschweig und Magdeburg dar.
Das Theatercafé des Brunnentheaters Helmstedt ist der gastronomisch genutzte Bereich des Hauses. Dieser wurde letztmalig vor rund zwanzig Jahren renoviert. Hervorzuheben ist hier vor allem das hochwertige und seltene Parkett aus einem afrikanischen Nussbaumholz.
Mit Hilfe von LEADER konnte die dringend erforderliche Sanierung des Theatercafés erfolgen, was man an dem wunderschön glänzenden Parkettfußboden gut erkennen kann. Derzeit laufen auch noch die Arbeiten zur Erneuerung der Beleuchtungsanlage und perspektivisch soll auch dank weiterer, europäischen Fördermittel noch der nachgelagerte Küchenbereich modernisiert werden.
Wir freuen uns sehr, einen Beitrag dazu leisten zu können, dass dieses besondere Kleinod in unserer Region erhalten werden kann.
Alle machen LEADER aber jede Region arbeitet anders. Zweimal im Jahr kommenden die Regionalmanagements der 68 LEADER-Regionen zusammen, um sich über die Arbeit in den LEADER-Regionen auszutauschen.
Rund 50 LEADER-Regionalmanagements aus Niedersachsen trafen sich daher Anfang Dezember im Kulturforum in Buxtehude in der LEADER-Region „Moorexpress Stader Geest“ vor den Toren Hamburgs. „Junge Küken“ trafen hierbei auf „alte Hasen“ des EU-Fördermittelgeschäftes um beide voneinander zu lernen. Auch wir waren mit dabei und hatten Gelegenheiten Erfahrungen zu teilen, Herausforderungen zu diskutieren und Kooperationen anzubahnen. Einen guten Eindruck erhält man über das bei diesem Treffen entstandenen Kurzfilm.
Dammkultur? Noch nie gehört? Kein Problem, wir stellen unser neues LEADER-Projekt, das zu diesem Thema durch den Biohof Hansmann in Klein Twülpstedt umgesetzt worden ist, vor:
Für die Zukunft der regenerativen Landwirtschaft bei gleichzeitiger Ertragssteigerung werden Anbau Innovationen benötigt. Diese müssen sowohl Technik als auch Naturleistung kombinieren. Ein Lösungsweg bietet das innovative Verfahren „Dammanbau“.
Durch die vergrößerte Oberfläche am Damm, treffen Sonnenstrahlen in einer veränderten Intensität auf den Boden. Unterschiede in der Sonneneinstrahlung und Beschattung erzeugen ein besonderes Mikroklima. Ziel ist es hierbei, durch den Damm Böden aufzubauen, Bodenleben zu fördern, dass sich Pflanzengesundheit und Erträge nachhaltig steigern.
Im Rahmen des Projektes erfolgte daher die Anschaffung eines Multi Rahmens für Dammanbau inkl. Saatguttank. Mit dem Multi Rahmen wird die Bodenbearbeitung, die Aussaat sowie Hack- und Pflegearbeiten in leichten und schweren Böden durchgeführt.
Auch andere Betriebe in der Region sollen dafür sensibilisiert werden sich mit der Dammkultur auseinanderzusetzen. Der Projektträger fungiert hierbei als Multiplikator bzw. Botschafter und steht anderen Betrieben bei Bedarf für Erstinformationen beratend zur Seite. Die angeschaffte Maschine kann für diesen Zweck probehalber ausprobiert werden.
Im kommenden Jahr ist auch noch eine Info-Veranstaltung hierzu geplant. Für weitere Informationen, Besichtigungen bzw. Nutzungsanfragen steht der Biohof Hansmann zur Verfügung. Hier geht’s zur Projektwebseite.