Modellhaftes Verfahren zur Entwicklung von stabilen, artenreichen und leistungsstarken Mischwäldern

Modellhaftes Verfahren zur Entwicklung von stabilen, artenreichen und leistungsstarken Mischwäldern
Projektträger:Privat
Ort:Bahrdorf
Handlungsfeld:HF 5 – Land- und Forstwirtschaft
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026

Projektbeschreibung:

Die zunehmenden Schäden in unseren Wälder sollen durch die Anreicherung von Laubbaumarten in den großflächigen Nadelholz betonten Beständen verbessert werden. So ist es auch in regionalen und bundesweiten Waldbauprogrammen festgelegt. Auch unsere Wälder, von Harz bis Heide, werden zunehmend mit Herausforderungen durch Klimawandel und anderen gesellschaftlichen Ansprüchen, wie Erholungsfunktion, Luftreinhaltung, Trinkwassergewinnung und vieles mehr beansprucht.Besonders in gleichförmigen Wäldern sind mittlerweile bei fast allen Baumarten erhebliche Verluste zu verzeichnen, die zur Verschlechterung der Biodiversität führen. Seit vielen Jahren werden im Bereich der Försterei Bahrdorf Waldsaaten mit großem Erfolg angelegt. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen in dem geplanten Unternehmen genutzt und weiterentwickelt werden. Insbesondere für den Privatwaldbesitzer können mit der Saat direkt im Wald gegenüber der üblichen Pflanzung Kosten reduziert werden.

Durch die Saat von Eichen und Buchen sollen stabile, artenreiche Wälder entwickelt werden, die dem Klimawandel trotzen können. Dabei ist die direkten Saat von Laubbäumen in gleichförmigen Kiefern- und Fichtenwäldern eine biodiversitätsfördernde Maßnahme mit der die Leistungsfähigkeit und Vielfalt in Forstbetrieben deutlich und nachhaltig gesteigert werden kann. Durch so gewachsene vielschichtige Waldungen soll sich die Stabilität bei Sturm und Feuer erheblich verbessern. Die Nährstoffversorgung wird mit der Laubstreu nachhaltig aufgewertet. Durch zunehmende Trockenheit und längeren Hitzephasen im Frühjahr wurde eine Modifizierung der bewährten Methode mit Mulcher und „überrollender“ Sämaschine notwendig. Des weiteren soll wo möglich auf ein vollflächiges Mulchen als Flächenvorbereitung verzichtet werden.

Durch die direkte Aussaat von Eichen und Buchen im Wald (auch andere Baumarten möglich), können sich auf naturnahe und kostengünstige Weise vielfältige, leistungsfähige Bestände bilden. Diese biodiversitätsfördernden Leistungen können im Landkreis Helmstedt in verschiedenen privaten Betrieben (Forstgenossenschaften) und im niedersächsischen Landeswald vorgezeigt werden. Hier sind über 35 Bestände von 2007 bis heute mit Waldsaat erfolgreich begründet vorhanden. Ohne Bodenbearbeitung (in gewachsenem Boden) wird die Saat streifenweise mit speziellen Maschinen eingebracht. Konsequent parallel angelegte Reihen mit 2m Abstandermöglichen die später wichtige effiziente Pflege durch maschinelles Mulchen. Ein Überhalt mit vorhandenen alten Kiefern ist sehr wünschenswert und reduziert die Gefahr durch Spätfrostschäden und Überhitzung. Mit Saatgut von besonders guten anerkannten Bäumen werden im Oktober oder April etwa 120 kg/ha Eiche bzw. 20 kg/ha Buche ausgesät.So entwickelte Flächen, mit natürlicher Wurzelentwicklung und ohne weitere Sortierung zeichnen sich durch große genetische Biodiversität und Stabilität aus! Dies soll bevorzugt durch den Einsatz einer Kombination aus Scheibenpflug und Sämaschine erfolgen.

Im Rahmen des Projektes weden dafür die folgenden Maschinen angeschafft:

  • Streifenpflug
  • Sämaschine
  • Streifenfräse
  • Tandem- Anhänger

Foto: privat

Denkmalrettercamp – Junge Hände für alte Wände in Helmstedt

Denkmalrettercamp – Junge Hände für alte Wände in Helmstedt
Projektträger:Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:Handlungsfeld 3: „Kulturelles Erbe und Naturerbe“
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026
Webseite:https://www.denkmalschutz.de

Projektbeschreibung:

Im Jahr 2023 fand das erste Fluthilfecamp der Jugendbauhütten im Ahrtal statt. 300 junge Freiwillige kamen aus ganz Deutschland um im von der Jahrhundertflut 2021 stark zerstörten Ahrtal beim Wiederaufbau von historischen Bauten ehrenamtlich zu Helfen. An 17 Objekten arbeiten immer Gruppen junger Menschen, angeleitet von erfahrenen Fachleuten aus verschiedenen Gewerken.
Der enorme Erfolg des Projekts, sowohl bezogen auf den Baufortschritt an den Denkmalbaustellen als auch auf die Öffentlichkeitswirksamkeit des Fluthilfecamps führte dazu, dass in den Jahren 2024 und 2025 weitere Fluthilfecamps im Ahrtal stattfanden. Nach nun drei Veranstaltungen im Ahrtal entstand die Idee, ein zweiwöchiges Camp mit Freiwilligen der Jugendbauhütten in einer anderen Region durchführen zu wollen, z.B. in Helmstedt, denn Denkmale, die Hilfe benötigen gibt es mehr als genug in unserer Region und die Begeisterung der jungen Menschen aus den Jugendbauhütten, sich zu engagieren ist ungebrochen.

Zwei Wochen lang arbeiten im Frühjahr 2026 in diesem LEADER-Projekt insgesamt ca. 300 junge Menschen an historischen Gebäuden in Kreis Helmstedt. Die Teilnehmer sind allesamt Freiwillige und ehemalige Freiwillige der Jugendbauhütten – dem FSJ in der Denkmalpflege. Sie spenden ihre Freizeit um ehrenamtlich bei der Restaurierung und Instandsetzung von Denkmalen zu Helfen. Die jungen Leute werden von erfahrenen Fachleuten angeleitet und bekommen die Möglichkeit verschiedene Handwerke kennenzulernen. Sie leben gemeinsam in einer Zeltstadt und arbeiten in Gruppen auf mehreren Baustellen. So entsteht eine Community, die die Liebe zum Denkmal teilt. Ziel ist es die Sanierung an historischen Gebäuden in der Region voranzubringen und diese wiederzubeleben, über Kooperationsprojekte und Netzwerkbildung die Region zu stärken und ein Projekt zur Einbindung der Bevölkerung zu initiieren – für mehr Bürgernähe und Interesse am Denkmalschutz.

Das historische, denkmalgeschützt Waldfreibad „Birkerteich“ aus den 50er Jahren vor den Toren von Helmstedt bietet alle nötige Infrastruktur, die für den Aufbau des Camps benötigt wird. Eine Fläche zum Aufstellen der Zelte, Strom/Wasser + teilweise Sanitär stehen zur Verfügung.

Die folgenden Teilmaßnahmen sind Teil des geförderten Projektes:

  • Zeltstadt, Duschcontainer, Toiletten und Wasser- und Stromversorgung
  • Verpflegung im Camp für ca. 200 Personen (Teilnehmer + Fachanleiter + Planungsteam)
  • Filmische Begleitung des Camps, Schwerpunkt: Nachhaltige Auswirkungen des Projekts auf die Region
Jugendbauhütte Helmstedt

Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Regional verwurzelt & wild inspiriert

Regional verwurzelt & wild inspiriert
Projektträger:Wilde Ecke GbR
Ort:Schöningen
Handlungsfeld:HF 1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026
Webseite: www.wilde-ecke.de

Projektbeschreibung:

Vier Freunde (alle aus Schöningen), eine Idee, ein Motto. „Regional ist genial“ beschreibt nicht nur das Motto der Wilden Ecke, sondern vielmehr auch die Grundidee und Überzeugung, Produkte aus der Region auf Events anzubieten und deren Herkunft näher zu bringen. Die Wilde Ecke steht für eine Vielfalt von hochwertigen regionalen Erzeugnissen, mit dem Fokus auf ein breites Angebot heimischer Wildprodukte und Erzeugnisse, welche in Zusammenarbeit mit ausschließlich regionalen Betrieben durch kreative Ideen und Rezepten zu Produkten verarbeiten und durch die Wilde Ecke angeboten werden. Angefangen auf dem Schöninger Weihnachtsmarkt im Jahre 2019 hat sich die Wilde Ecke mittlerweile als feste Größe auf diversen regionalen Festlichkeiten (z.B. Schöninger Landmarkt, Elm Drive (Schöningen), Sommerfest ekis.e.V., …) etabliert. Zur Ausweitung des Angebots an regionalen Köstlichkeiten bedarf es der Erweiterung der Ausstattung, da sich das Unternehmen noch in der Wachstumsphase befindet.

Durch die Erweiterung der Ausstattung der Wilden Ecke wird die attraktive Ausweitung des Angebots an regionalen Produkten verfolgt und damit ein Entgegensteuern der Abnahme von regionalen Ausstellern auf den verschiedensten Festlichkeiten im Landkreis Helmstedt und über diesen hinaus. Gleichzeitig soll nicht nur quantitativ das Angebot an Speisen und Getränken auf den Festlichkeiten erweitert werden, sondern auch qualitativ durch weitere Angebote von regionalen Köstlichkeiten. Hierbei achtet die Wilde Ecke auf Produktzutaten von A bis Z aus der Region (z.B. ist der „Wilde Roggi“/ Wildleberkäse im Brötchen komplett regional: Brötchen, Wildleberkäse & Senf). So wird neben der Attraktivität von Festlichkeiten auch der regionale Absatz gesteigert, mit dem Fokus auf regional bezahlbare Produkte aus der Region und für die Region und zwar unter Berücksichtigung des gesamten Produktlebenszyklus.

Da sich unsere Ausstattung derzeit auf Kleingeräte, wie Fritteusen, Glühweinkocher etc. beschränkt und diese nur ein eingeschränktes Angebot an regionalen Spezialitäten zulässt, soll mit Hilfe der LEADER-Förderung durch die geplante Ausstattungserweiterung das Angebot ausweiten. Diese umfasst:

  • Pfanne mit mobilen Kocher
  • Grillrad mit optionalen Batteriebetrieb
  • Faltpavillon

Hierdurch ist man für weitere Festlichkeiten (auch ohne Stromanschluss) besser gewappnet und zudem imstande der heimischen Bevölkerung ein Catering auf privaten Feiern anbieten zu können. In der Gusspfanne lässt sich beispielsweise hervorragend eine Wildcurrywurstpfanne, Wild-Kohlwurst, Wildköttbullar, Bratkartoffeln u.v.m machen. Das Grillrad mit optionalem Batteriebetrieb würde zudem ansehnlich und attraktiv Wildprodukte von der Bratwurst bis zu Steaks zubereiten. Der Faltpavillion soll als mobile Verkaufsbude und zusätzlich flexibel als wetterunabhängiger Unterstand für Kunden dienen.

Wilde Ecke

Foto: Wilde Ecke GbR

Modernisierung der Gemeindeküche am Gemeindezentrum der Christuskirche in Schöningen

Modernisierung der Gemeindeküche am Gemeindezentrum der Christuskirche in Schöningen
Projektträger:Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde K.d.ö.R.
Ort:Schöningen
Handlungsfeld:HF 1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025

Projektbeschreibung:

Die Evangelische Freikirche in Schöningen betreibt ein Gemeindezentrum als Treffpunkt verschiedener Gruppen:

  • Eltern-Kind-Gruppe, jeden Montag, ca. 50 – 70 Kinder und Erwachsene
  • Sprachunterricht für ukrainische Flüchtlinge,  jeden Mittwoch und Donnerstag, ca. 30 Teilnehmer
  • Seniorentreff, jeden 3. Mittwoch im Monat, ca. 25 Teilnehmer.
  • Drei Selbsthilfegruppen nutzen unentgeltlich unsere Räume:
  • Alkoholiker und Depressive wöchentlich
  • trauernde und einsame Menschen monatlich

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöningen (Christuskirche) plant in ihrem Gebäude in der Helmstedter Straße 10 die Errichtung einer neuen Gemeindeküche. Davon profitieren alle Gruppen und Gemeindemitglieder.

Ziel ist es, allen Nutzerinnen und Nutzern ein freundliches und ansprechendes Umfeld zu bieten, damit man sich wohlfühlen kann. Kinder sollen ihre sozialen Kompetenzen entwickeln können. Die Integration der Flüchtlinge soll weiter unterstützt werden. Ebenso ist es ein Bestreben, der Vereinsamung (alter) Menschen entgegenzuwirken und das gemeinschaftliche Leben zu fördern.

Zunächst muss der Küchenraum entkernt werden. Es folgen arbeiten am Fußboden. Hier müssen Fliesen neu verlegt werden (gesamte Fläche). Eine neue Küche muss gekauft und eingebaut werden. Die nach innen öffnende Tür muss durch eine Schiebetür ersetzt werden, um den Küchenraum komplett nutzen zu können.

Foto Gemeindeküche Schöningen

Foto: Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde K.d.ö.R.

Errichtung eines Ballfangzauns auf dem Sportplatz Ingeleben

Errichtung eines Ballfangzauns auf dem Sportplatz Ingeleben
Projektträger:Sportverein Ingeleben von 1922
Ort:Ingeleben
Handlungsfeld:HF1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Foto:Sportverein Ingeleben von 1922

Projektbeschreibung:

Der SV Ingeleben v. 1922 ist ein Traditionsverein mit den Sportsparten Fußball (SV Heeseberg), Damengymnastik und Tennis. Die Ehrenamtlichen des Vereins leisten mit ihren Veranstaltungen einen wesentlichen Beitrag zum Dorfleben – ob nun selbst (Maibaumaufstellen, Spargelwanderung, Knobel- und Skatabende, etc.) oder in Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen (Drachenfest mit der Feuerwehr oder Halloweenschnitzen mit der Kirche, Naturprojekte mit den Kindergarten). Der Seniorenclub trifft sich einmal im Monat im Vereinsheim, das die einzige Anlaufstelle im Dorf ist. Am Vereinsheim, das in Eigenregie über Jahre aufwendig saniert und renoviert wurde, ist im vergangenen Jahr in Eigenleistung ein Unterstand für sommerliche Aktivitäten angebaut wurden. Die Anlage wird in Eigenregie gepflegt und ist bei den Mannschaften des SV Heeseberg sehr beliebt.

Ziel des Vorhabens ist es, in erster Linie die Sicherheit auf dem Sportgelände zu erhöhen – sowohl für die Besucher*innen der Fußballspiele, als auch für die Tennisanlage, auf die sich gegenwärtig noch der eine oder andere Ball „verirrt“ und zuweilen kleinere Schäden verursacht.
Die Fläche zwischen Fußballfeld und Tennisplatz wird bei Punktspielen gern von den Kindern zum Spielen benutzt. Gegenwärtig ist es jedoch zu risikobehaftet, die Kinder hier spielen zu lassen, da diese von den Schüssen auf das Tor getroffen werden könnten. Ein Ballfangzaun würde dieses Risiko reduzieren. Außerdem reduziert sich durch ein Ballfangzaun Suchzeit, die gegenwärtig von den Mannschaften bei verschossenen Bällen entsteht – ein wichtiger Aspekt gerade bei den Mannschaften der höheren Klassen.
Ein Ballfangzaun stellt somit eine nachhaltige Investition in die Sicherheit und Attraktivität der Sportanlage dar

Ziel des Projektes ist es, aus o.a. Gründen einen Ballfangzaun auf dem Areal des Sportplatzes zu errichten, konkret hinter dem Tor zum Tennisplatz. Um das Projekt realisieren zu können, müssen folgende Anschaffungen getätigt werden: Ballfangzaun, entsprechendes Gestänge, Bodenhülsen, Beton
Der Aufbau des Zaunes inklusive der dazugehörigen Erdarbeiten würden im Ehrenamt durchgeführt werden.

Foto Sportplatz Ingeleben

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Am Mittwochabend wurde die Kooperationsvereinbarung für das transnationale Projekt „stender code“ im wunderschönen Theatercafé des Brunnentheaters unterzeichnet. Henning Konrad Otto vertrat hierbei als erster Stadtrat die Stadt Helmstedt, Henry Bäsecke als Vorsitzender der LAG besiegelte den Vertrag im Namen der Lokalen Aktionsgruppe.

Ein weiterer, wichtiger Schritt ist damit getan, um dieses besondere Projekte Realität werden zu lassen. Jetzt kann endlich der Förderantrag gestellt werden und ab Mai kann das Projekt hoffentlich richtig starten. Wir sind gespannt und freuen uns auf die kommende Zusammenarbeit mit den drei lettischen Partnerregionen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Etablierung des Naturpark-Partnerprogramms im Naturpark Elm-Lappwald (Kooperationsprojekt)

Etablierung des Naturpark-Partnerprogramms im Naturpark Elm-Lappwald (Kooperationsprojekt)
Projektträger:Landkreis Wolfenbüttel
Ort:Gebiet der beteiligten LEADER-Regionen
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2026

Projektbeschreibung:

Der Naturpark Elm-Lappwald ist ein für die Region bedeutendes Naherholungsziel, das von intensivem, aber überwiegend regionalem, tagesbezogenem Tourismus geprägt ist. Im Vergleich zu bekannteren deutschen Naturparks ist seine touristische Nutzung moderat. Kooperationen mit regionalen Betrieben sind kaum vorhanden, regionale Produkte und Angebote werden nicht gemeinschaftlich vermarktet.
Gemäß dem Naturparkplan 2033 soll das Markenprofil u.a. durch Partnerschaften und Kampagnen gestärkt werden. Dafür ist das Programm „Naturpark-Partner“ des Verbandes Deutscher Naturpark e.V. besonders geeignet, welches die Kooperation zwischen einem Naturpark und regionalen Betrieben, Institutionen und Organisationen unterstützt. Das Partnerprogramm steht grundsätzlich Betrieben aller Branchen offen, die die Ziele und Werte eines Naturparks teilen und ist in zahlreichen Naturparken bereits erfolgreich etabliert. Für den Naturpark Elm-Lappwald wäre die Teilnahme /Durchführung des Programms für die Stärkung und Sichtbarkeit bedeutend.

Projektpartner

Beteiligte Akteure sind Wirtschaftsförderung im Landkreis Wolfenbüttel GmbH, der Tourismusverband Nördliches Harzvorland e.V, Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH, UNESCO Global Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen.

Das Projekt ist als LEADER-Kooperationsprojekt der drei LEADER-Regionen „Nördliches Harzvorland„, „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ und „Elm-Schunter“ konzipiert und wirkt Landkreis übergreifend. Neben den zuvor genannten Projektpartnerinnen werden durch das Vorhaben regionale Akteure, Initiativen etc. miteinander vernetzt.

Maßnahme

Die Maßnahme umfasst folgende Arbeitsschritte und berücksichtigt die Vorgaben des Verbandes Deutscher Naturparke e. V. (VDN):
(1) Projektstart & Organisation: Bildung eines internen Projektteams aus einem Dienstleister, dem Naturparkteam und Partnern (s. u.)
(2) Konzeption: Erarbeitung der Partnerkriterien (Nachhaltigkeit, Regionalität, Umweltbewusstsein)
(3) Ansprache-Strategie und Umsetzung: Entwicklung von Informationsmaterial, Ansprache und Gewinnung von Partnerbetrieben aus den Bereichen Tourismus, Gastronomie, Landwirtschaft, Handel und Handwerk
(4) Partnerprodukte: Entwicklung von Produkten für schnelle Sichtbarkeit des Mehrwerts der Kampagne
(5) Schulungen & Workshops: Organisation von Informationsveranstaltungen und Durchführung von Partner-Workshops zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung
(6) Zertifizierung & Auszeichnung: Prüfung und Aufnahme geeigneter Betriebe, Übergabe einer Partnerplakette und öffentliche Vorstellung
(7) Marketing und Netzwerkarbeit: gemeinsame Vermarktungsaktionen, Teilnahme an regionalen und überregionalen Messen und Veranstaltungen
(8) Evaluation und Weiterentwicklung: Regelmäßige Überprüfung der Partnerschaften, Feedbackrunden und Anpassung der Maßnahmen.

Grafik: Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN)

Europäische Zusammenarbeit: LEADER-Regionen aus Lettland zu Gast in Helmstedt

Europäische Zusammenarbeit: LEADER-Regionen aus Lettland zu Gast in Helmstedt

Vom 19. bis zum 21. Januar hatte unsere LEADER-Region Besuch aus Lettland. Vertreterinnen von drei lettischen LEADER-Regionen haben sich gemeinsam mit uns zum anstehenden transnationalen LEADER-Kooperationsprojekt mit dem Namen „Stender Code“ ausgetauscht.

Ziel ist es den hierzulande kaum bekannten – in Lettland dafür umso berühmteren – Aufklärer „Gotthard Friedrich Stender“ in Deutschland bekannt zu machen und das kulturelle Vermächtnis, das dieser der Nachwelt hinterlassen hat, mehr Menschen näher zu bringen.

Im nächsten Schritt sollen Fördermittel über das LEADER-Programm beantragt werden. Als nächstes Highlight erfolgt voraussichtlich im Sommer der Gegenbesuch einer deutschen Delegation nach Lettland.

Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

Sozialer Treffpunkt in Watenstedt

Sozialer Treffpunkt in Watenstedt
Projektträger:Zur Linde Watenstedt e.V.
Ort:Watenstedt
Handlungsfeld:HF1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Foto:Zur Linde Watenstedt e.V.

Projektbeschreibung:

Der Verein „Zur Linde Watenstedt e.V.“ möchte in Watenstedt einen zentralen Begegnungsort erhalten und weiterentwickeln, nachdem die früher genutzte Gastwirtschaft aufgrund des Alters der Eigentümer weggefallen ist. Dadurch fehlen heute wichtige Räumlichkeiten für gesellschaftliche, kulturelle, gemeinnützige und familiäre Aktivitäten, was den sozialen Zusammenhalt im Dorf spürbar beeinträchtigt.

Der Verein möchte daher die vorhandenen Gebäude weiterhin nutzbar machen und modernisieren. Ziel ist ein neutraler, generationsübergreifender Treffpunkt, der spontane Begegnungen, gemeinschaftliche Aktivitäten, Bildungs- und Beratungsangebote sowie die Einbindung der Dorfbewohner in das Gemeindeleben ermöglicht. Auch ehrenamtliche Strukturen sowie die Arbeit von Gemeinde- und Ratsgremien sollen gestärkt werden.

Um das ortsbildprägende Gebäude zu erhalten und nachhaltig zu nutzen, sollen die besonders geschädigten Räume entrümpelt, entkernt, energetisch gedämmt und technisch erneuert werden. Die sanierten Zimmer sollen anschließend flexibel genutzt werden können – etwa als Familienrückzugsort (Still‑/Wickelraum), barrierearmer Raum, Umkleide- oder Lagerbereiche für Akteure und Künstler.

Kooperationsprojekt „Stender Code“

Kooperationsprojekt „Stender Code“
Projektträger:Stadt Helmstedt
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:HF3 – Kulturelles Erbe und Naturerbe
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Foto:privat
Video:Projektfilme anschauen

Projektbeschreibung:

Gotthard Friedrich Stender lebte im 18. Jahrhundert und gilt als Begründer der lettischen säkularen Literatur und verfasste eine Grammatik und ein Lexikon der lettischen Sprache. Im Sinne der Volksaufklärung setzte er sich für die Alphabetisierung des „gemeinen Mannes“ ein. Dafür verfasste er ein bebildertes ABC-Buch und übersetzte Kirchenlieder, Märchen und Erzählungen aus dem Deutschen ins Lettische. 1759 wanderte er nach Helmstedt aus, wo er für den Herzog von Braunschweig einen Globus (3 Fuß im Durchmesser) anfertigte und darauf von diesem zum Rector der neuerrichteten Realschule in Königslutter 1760 berufen wurde. Jedem lettischen Schulkind ist der „Alte Stender“ ein Begriff. Das Werk des Universalgelehrten ist vielseitig – und wurde stark durch seine Zeit in Deutschland geprägt, wo er jedoch weitestgehend unbekannt ist.

Im Rahmen des Kooperationsprojekt sollen sich die beteiligten LAGn aus Lettland und Deutschland näher kennenlernen und in einen Wissenstransfer miteinander treten.
Im ersten Schritt ist eine Anbahnung zum Kooperationsprojekt geplant. In dieser Phase sollen sich die beteiligten Akteure der 4 Partnerregionen persönlich kennenlernen und gemeinsam die konkreten Maßnahmen entwickeln. Dafür ist zunächst ein Transferbesuch geplant. Eine Delegation der drei lettischen LAGn reist dabei im Januar 2026 in die LEADER-Region Grünes Band im LK Helmstedt. Hier steht das erste, persönliche Kennenlernen im Fokus und die lettischen Besucher haben die Möglichkeit Helmstedt ,als Wirkungsstätte von Stender, zu besichtigen. Erste Projektideen sollen gemeinsam erörtert werden. Sofern die Anbahnung erfolgreich verläuft, soll auf Grundlage der gesammelten Erfahrungen das eigentliche Kooperationsprojekt konzipiert werden.

Dies sind die drei Partnerregionen aus Lettland:

Impressionen des Transferbesuches im Januar 2026 in Helmstedt: