Ausbildung zum Geoguide und zertifizierten Natur- und Landschaftsführer

Ausbildung zum Geoguide und zertifizierten Natur- und Landschaftsführer
Projektträger:Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e. V.
Ort:Gebiet der LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseitewww.geopark-hblo.de

Projektbeschreibung:

Der UNESCO Global Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen setzt seit seiner Gründung ein umfassendes Bildungsprogramm in der Region um. Dieses umfasst ein vielfältiges Führungs- und Aktionsangebot für Kinder und Erwachsene. Die UNESCO stellt hohe Anforderungen an die Bildungsarbeit, die unter anderem durch die Durchführung gezielter Veranstaltungen erfüllt werden muss. Darüber hinaus ist der Geopark als anerkannter außerschulischer Lernort, ausgezeichnet durch das Kultusministerium, verpflichtet, ein entsprechendes Bildungsangebot bereitzustellen. Die Umsetzung dieser Angebote erfolgt durch sogenannte Geoguides, darunter Gästeführer, Biologen, Geologen und Waldpädagogen, die auf Honorarbasis für den Geopark tätig sind. Um die Qualität und Kontinuität dieser Bildungsangebote langfristig zu sichern, ist es notwendig, dieses Netzwerk zu erweitern und nachhaltig zu stabilisieren.

Ziel des Vorhabens ist es, das Bildungs- und Freizeitangebot in der Region nachhaltig zu stärken und auszubauen. Dies soll durch die Ausbildung neuer Geoguides erfolgen, die sowohl Einheimischen als auch Touristen ein erweitertes Erlebnis- und Lernangebot ermöglichen.

Weiterhin soll die Zusammenarbeit mit Schulen im Kontext einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung ausgebaut werden. Nicht zuletzt trägt das Vorhaben zur langfristigen Absicherung des Geoparks bei, sollte es dazu kommen, dass nur noch ZNLer mit BANU-Zerifikat in unseren Wäldern führen dürfen.

Die innerhalb des Projektes vorgesehene Ausbildung umfasst insgesamt 70 Lerneinheiten (entsprechend 70 Zeitstunden). Die abschließende Prüfung wird durch den Geopark und die Alfred Toepfer Akademie abgenommen.

Foto: Geopark-Trägerverein Braunschweiger Land – Ostfalen e. V.

Übernachtungsangebote am Heesehof in Jerxheim

Übernachtungsangebote am Heesehof in Jerxheim
Projektträger:Privat
Ort:Jerxheim
Handlungsfeld:HF 2: Tourismus und Naherholung; HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseitewww.heesehof.de

Projektbeschreibung:

Der Heesehof befindet sich in Jerxheim, in der Nähe des Heesebergs und am Großen Bruch. Die Grünlandflächen werden seit dem 01.01.2023 nach ökologisch/biologischen Kriterien bewirtschaftet. Der Heesehof ist in der Region als Produzent von Lammfleisch und Schafkäse bekannt.
Der Betrieb hatte sich schon vor Jahren dazu bekannt, auf den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz im Grünland zu verzichten und auch den Einsatz im Ackerbau auf ein Minimum zu reduzieren. Durch die Schaffung von weiteren Biotopen und Extensivierungen zur Schaffung von Lebensräumen für die heimische Tier und Insektenwelt hat der Betrieb sein Angebot an Biodiversität ausgebaut.

Im Anschluss an das erste LEADER-Projekt, bei welchem der Ausbau der Hofstelle als Hofcafé und Hofladen mit einem vielseitigen Angebot als Begenungsstätte und touristische Bereicherung erfolgt ist, sollen im Rahmen eines zweiten Vorhabens das touristische Angebot noch ergänzt werden.

Die Region zwischen Elm und Grossem Bruch am Heeseberg, bietet bislang wenig Anlaufpunkte. Seit einiger Zeit entwickelt sich entlang des Grünen Bandes jedoch ein vorsichtiger Tourismus von Wanderern, Fahrradfahrern und anderen Individualreisenden, die bislang keine Einkehrmöglichkeiten geboten werden. Mit Hilfe des Projektes soll ein bezahlbares Angebot zur Übernachtung geschaffen werden. Die Möglichkeít der Übernachtung in mobilen Einheiten soll ein Angebot sein, das Leben am Grünen Band direkt erlebbar zu machen. Wir wollen das Angebot der Übernachtung in zwei sog. Faßhäusern und einem mobilen Schäferkarren gestalten.
Die Faßhäuser sollen in den neu geschaffenen Garten integriert werden und ein uriges und naturnahes Angebot darstellen. Der Schäferkarren soll mobil in der Nähe der am Grünen Band weidenden Schafen aufgestellt werden und Übernachtungsgäste können so unsere Arbeitsweise, die Natur und das Leben am Grünen Band und in der einzigartigen Naturlandschaft mit erleben und kennenlernen.

Foto: C. Weihe

Solarthermie am Waldbad Birkerteich

Solarthermie am Waldbad Birkerteich
Projektträger:Förderverein Waldbad Birkerteich e.V.
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseite:https://www.waldbad-birkerteich.de/

Projektbeschreibung:

Die vorhandene Warmwasserbereitung der Duschen im Freibad wird mit elektrischer Energie betrieben und ist damit sehr kostenintensiv. An Tagen, wo es sehr hohe Besucherzahlen gibt, passiert es häufiger, dass die vorhandene Warmwasseraufbereitung nicht ausreicht und Badegäste abends kein warmes Wasser mehr zum Duschen haben.

Der Austausch der Warmwasseraufbereitung soll zum Wohlbefinden der Badegäste beitragen und damit zu einer Steigerung der Attraktivität des Freibads führen. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch durch das geplante Vorhaben reduziert werden.

Auf dem Dach der Umkleidekabinen/Sanitärräume sollen die notwendigen Flachkollektoren, bzw. Röhrenkollektoren montiert werden. Überschüssige Wärme kann dann auch zur Erwärmung des Badewassers in den Becken genutzt werden. Das ist ein zusätzlicher positiver Effekt!

Foto: Förderverein Waldbad Birkerteich e.V.

Klimawissen kompakt: Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit verstehen.Fortbildung für Multiplikatoren

Klimawissen kompakt: Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit verstehen.Fortbildung für Multiplikatoren
Projektträger:Politische Bildungsstätte Helmstedt e.V.
Ort:Helmstedt
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2025
Projektwebseite:https://pbh-hvhs.de/

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Klimawissen kompakt“ zielt darauf ab, Multiplikatoren im Landkreis Helmstedt über Klimawandel, Energieeffizienz und nachhaltige Mobilität zu schulen. Zunächst wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt, um die spezifischen Anforderungen der Zielgruppen zu ermitteln. Darauf basierend werden praxisnahe Seminarinhalte entwickelt und in vier Workshop-Phasen umgesetzt. Diese Workshops behandeln grundlegende Prinzipien des Klimawandels, den Einsatz erneuerbarer Energien, nachhaltige Mobilität sowie Ressourcenschonung.

Eine Exkursion zum Ökodorf Siebenlinden ergänzt das Programm, bei der nachhaltige Praktiken vor Ort gezeigt werden. Fachvorträge von Experten informieren über aktuelle Entwicklungen im Klimaschutz. Zudem wird ein Netzwerk von Multiplikatoren aufgebaut, um den Austausch von Erfahrungen zu fördern.

Für die Durchführung sind Anschaffungen wie Lehrmaterialien, audiovisuelle Technik, Transportkosten zur Exkursion und Verpflegung während der Seminartage erforderlich. So wird gewährleistet, dass die Teilnehmenden Wissen erwerben und in ihren Kontexten anwenden können.

Grafik: Politische Bildungsstätte Helmstedt e.V.

Anschaffung eines Dammgerätes „Multi Rahmen“ zur Ermöglichung einer Dammkultur

Anschaffung eines Dammgerätes „Multi Rahmen“ zur Ermöglichung einer Dammkultur
Projektträger:Privat
Ort:Klein Twülpstedt
Handlungsfeld:HF 5 – Land- und Forstwirtschaft
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2024

Projektbeschreibung:

In der Landwirtschaft sind Unkrautregulierung und Nähstoffversorung die wesentlichen Ertragsfaktoren für die gesicherte Ernte. Weitere Herausforderungen sind Wasserverfügbarkeit, steigende Kraftstoffkosten, abbauende Böden sowie die Wetterveränderungen als Folgen des Klimawandels.
Eine bodenaufbauende pfluglose Bewirtschaftung ist ohne die Unkrautregulierung durch Glyphosat und oder spezielle Hacksystem schwer möglich. Noch herrausfordernder ist dies für den ökologischen Anbau, in dem eine Nähstoffversorgung und Unkarutregulierung ohne Chemie schwer zu realisieren ist.
Für die Zukunft der regenerativen Landwirtschaft bei gleichzeitiger Ertagssteigerung werden Anbau Innovationen benötigt. Diese müssen sowohl Technik als auch Naturleistung kombinieren.
Ein Lösungsweg bietet das innovative Verfahren „Dammanbau“. Eine Technik die bereits im Süden Deutschlands vereinzelt Einsatz findet. In unserer Region gibt ausserhalb des Kartoffelanbaues kein bekannten Einsatz ähnlicher Technik.

Durch die vergrößerte Oberfläche am Damm, treffen Sonnenstrahlen in einer veränderten Intensität auf den Boden. Unterschiede in der Sonneneinstrahlung und Beschattung erzeugen ein besonderes Mikroklima. Ziel ist es hierbei, durch den Damm Böden aufzubauen, Bodenleben zu fördern, dass sich Pflanzengesundheit und Erträge nachhaltig steigern.
Wegen der porösen Oberfläche und verstärkter Luftzirkulation, wird in dem Damm Verfahren wesentlich mehr C02 aufgenommen werden. Neben den Vorteilen für Landwirtschft und Natur, kann somit auch ein messbarer Beitrag zur CO2 Speicherung geleistet werden.

Auch andere Betriebe in der Region sollen dafür sensibilisiert werden sich mit der Dammkultur auseinanderzusetzen. Der Projektträger fungiert hierbei als Multiplikator bzw. Botschafter und steht anderen Betrieben bei Bedarf für Erstinformationen beratend zur Seite. Die im Rahmen dieses Projektes anzuschaffende Maschine kann für diesen Zweck probehalber ausprobiert werden.

Im Rahmen des Projektes erfolgt daher die Anschaffung eines Multi Rahmen für Dammanbau inkl. Saatguttank. Mit dem Multi Rahmen wird die Bodenbearbeitung, die Aussaat sowie Hack- und Pflegearbeiten in leichten und schweren Böden durchgeführt.

Foto: privat

Heesehof: Land_erleben und genießen, Erlebnisbauernhof mit Hofcafé und Hofladen

Heesehof: Land_erleben und genießen, Erlebnisbauernhof mit Hofcafé und Hofladen
Projektträger:Privat
Ort:Jerxheim
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels, HF 1: Lebensqualität erhalten und erhöhen; HF 2: Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2024
Projektwebseitewww.heesehof.de

Projektbeschreibung:

Der Heesehof befindet sich in Jerxheim, in der Nähe des Heesebergs und am Großen Bruch. Die Grünlandflächen werden seit dem 01.01.2023 nach ökologisch/biologischen Kriterien bewirtschaftet. Der Heesehof ist in der Region als Produzent von Lammfleisch und Schafkäse bekannt.
Der Betrieb hatte sich schon vor Jahren dazu bekannt, auf den Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz im Grünland zu verzichten und auch den Einsatz im Ackerbau auf ein Minimum zu reduzieren. Durch die Schaffung von weiteren Biotopen und Extensivierungen zur Schaffung von Lebensräumen für die heimische Tier und Insektenwelt hat der Betrieb sein Angebot an Biodiversität ausgebaut.

Um die Vielfalt dieser Biodiversität am Heeseberg und im Großen Bruch, aber auch die Region als Schmelztiegel historischer Ereignisse (Grünes Band) den Menschen näher zu bringen, ist der Ausbau der Hofstelle in Jerxheim als Hofcafé und Hofladen mit einem vielseitigen Angebot als Begenungsstätte und touristische Bereicherung geplant.

Ziel ist es den Standort in Jerxheim so zu gestalten, dass das dieser sich zu einem Vorzeigeprojekt in der Region Helmstedt/Halberstadt/Wolfenbüttel entwickelt. Dazu sind folgende Teilmaßnahmen notwendig:

  • Ausbau eines Gebäudes als Hofcafé
  • Ausbau des Schafstallgebäudes als Hofladen mit Küchenbereich, Lagerraum und Sanitäranlagen
  • Einrichtung einer Käserei
  • Ausbau, ggf. Umbau des Vorhandenen Schlachtraum
  • Bewerbung des Angebotes per Website und Flyer

Im Rahmen des Projektes soll die Hoffläche ansprechend hergerichtet werden, mit Parkmöglichkeiten und Stellplätzen für Wohnmobile (derzeit gibt es bereits drei Stellplätze für Wohmobile im Rahmen des Projektes „Landvergnügen“). Im kleinen Haus soll ein Café für bis zu 16 Personen entstehen.
Ein Teil des Schafstalls wird derzeit schon als Schlachtraum genutzt, dieser soll für den Publikumsverkehr und für das Vorhaben um eine Schau-Küche ergänzt und ausgebaut werden. Für das Angebot sind Toiletten nötig, die vorhanden sind, aber entsprechend modernisiert werden müssen. Ein Teil des Stallgebäudes soll als Hofladen ausgebaut werden.

Foto: C. Weihe

Naturerlebnisgarten der Bürgerstiftung Ostfalen

Naturerlebnisgarten der Bürgerstiftung Ostfalen
Projektträger:Bürgerstoftung Ostfalen
Ort:Söllingen
Handlungsfeld:HF 1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2022
Projektwebseitewww.naturerlebnisgarten-soellingen.de

Projektbeschreibung:

Die Bürgerstiftung Ostfalen ist im Eigentum einer bisher unbewirtschafteten Gartenfläche in der Samtgemeinde Heeseberg. Die Gartenfläche soll einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden und künftig als Lern- und Lehrort für nachhaltiges Leben, alternative Lebensweisen, autarke Versorgung und ökologisches Bewusstsein dienen. Interessenten können Aufenthalte samt Übernachtungsmöglichkeit im Garten buchen und dabei über die Themen Ökologie, Nachhaltigkeit und Selbstversorgung lernen.Projektpartner – Experten in ihren jeweiligen Bereichen – helfen bei der Bewirtschaftung der Fläche. Sie geben ihr Wissen in Rahmen von Workshops bei der beispielhaften Herstellung der „Gartenprodukte“, z.B. Säfte, Honig, Heilschnäpse an die Besucher weiter. Überschüssige Produktion wird in einem eigenen Online-Shop zum Kauf angeboten.

Durch die autarke Versorgung der Fläche mit Sonnen- und Windenergie bekommen Besucher ein Gefühl für ihren ökologischen Fußabdruck und erleben einen bewussten Umgang mit ansonsten alltäglichen Ressourcen wie Strom, Wasser und Wärme. Der Garten soll ein Leben im Einklang mit der Natur vermitteln, den bewussten Umgang mit unseren wichtigsten Ressourcen wie Wasser und Nahrung lehren und seinen Besuchern Erholung und Ruhe bieten.

Im Rahmen des Projektes soll die Fläche mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden, um das Vorhaben mit den folgenden Bestandteilen zu realisieren:

  • Aufbereitung der Gartenfläche. Pflanzen von Obstbäumen, Anlegen von Wildwiesen, Kräutergarten, Beerenhecken, (Hoch)Beeten zwecks effektiver Flächennutzung sowie Bau eines Gewächshauses
  • Bereitstellung von 3-4 Übernachtungsmöglichkeiten („Gartenhaus“)
  • Errichtung eines Wirtschafts-/ Produktionsgebäudes
  • Errichtung eines zentralen Versorgungsgebäudes
  • Bau von Solar- & Windkraftanlagen samt Speicher
  • Brunnenbohrung
  • Bewerbung des Angebotes per Website mit Buchungsfunktion

Foto: Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft

Inszenierung und touristische Inwertsetzung des Schöninger Tagebaus, hier: Machbarkeitsstudie „Klimahaus“

Projektträger:Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e.V.
Ort:Schöningen
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2022

Projektbeschreibung:

Der Tagebau Schöningen ist ein ehemaliger Teil des Helmstedter Braunkohlereviers in Niedersachsen. Er wurde von 1979 bis zum 30. August 2016 betrieben und diente der Versorgung des nahegelegenen Kraftwerks Buschhaus mit Braunkohle. Seit fast 30 Jahren stößt dort ein Team internationaler Archäologen immer wieder auf sensationelle Funde der Menschheitsgeschichte.

Die Bewahrung und Erhaltung der archäologischen und geologischen Fundstücke ist auf das Engste mit der Klimageschichte unserer Welt verbunden, die sich beispielhaft im ehemaligen Schöninger Tagebau entfaltet. Die prähistorischen Lebenswelten sind durch die Klimaentwicklung gleichsam konserviert worden.

Ziel des Projektes ist es bereits vorliegenden klimageschichtlichen Erkenntnisse, Rückschlüsse auf künftige Klimaentwicklungen, klimarelevante Adaptionsstrategien von Flora und Fauna, Alternativen einer klimaangepassten Politik, Verhaltens- und Menschheitsentwicklung und ggf. der regionalen, nationalen und internationalen Öffentlichkeit nachhaltig und professionell aufzuzeigen und zu vermitteln.

In einem ersten Schritt geht es darum im Rahmen eines einjährigen Projektes ein Konzept zur Präsentation der Klimageschichte sowie der Entwicklungsoptionen des Klimas zu erarbeiten.

Mit dem „Klimahaus“ bzw. der Machbarkeitsstudie soll ein Projekt untersucht bzw. beschrieben werden, in dem neben einer einzigartigen Architektur, digitale Hilfsmittel dazu anregen, jederzeit (24/7) und barrierefrei in die Klimageschichte am (ehemaligen) Tagebau und der Region einzutauchen.

Workshop: „Regenerative Energien, energetische Gebäudesanierung und Förderlandschaft für das Eigenheim“

Workshop: „Regenerative Energien, energetische Gebäudesanierung und Förderlandschaft für das Eigenheim“
Projektträger:Stadt Helmstedt
Ort:LEADER-Region
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2021

Projektbeschreibung:

Immobilieneigentümer in der LEADER-Region sollen in die Lage versetzt werden, selbstständig und individuell die bestmögliche Sanierungs- und Fördervariante zur energetischen Sanierung für ihre Gebäude wählen zu können. Damit wird ein Wissensfundament gesetzt, das langfristig stabile Lebensverhältnisse in den Siedlungsstrukturen gewährleisten kann.

Dafür wurde an fünf Standorten in der LEADER-Region je ein nachmittagfüllender Workshop ausgerichtet, sodass interessierte Besucher wohnortnah an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Rund 200 Interessierte nahmen an den etwa 4-stündigen Workshops insgesamt teil. Hierbei wurden die Themen energetische Gebäudesanierung, erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung, Stromerzeugung, Elektromobilität sowie diverse Fördermöglichkeiten vorgestellt und in die Themen fachlich eingeführt. Darauf aufbauend fanden ausführliche Diskussions- und Fragerunden statt. Am Ende der Workshops bekamen die Gäste noch weiterführendes Material und Kontakt- und Informationsübersichten an die Hand.

Das Projekt wurde als Gemeinschaftsprojekt aller teilhabenden Kommunen an der LEADER-Region realisiert!

Foto: Stadt Helmstedt

Erweiterung des Schulwaldes des Gymnasium Anna-Sophianeum zum außerschulischen Lernort

Erweiterung des Schulwaldes des Gymnasium Anna-Sophianeum zum außerschulischen Lernort
Projektträger:Ehemaligen- und Schulunterstützungsverein Gymnasium Anna-Sophianeum in Schöningen e.V.
Ort:Schöningen
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2020

Projektbeschreibung:

Das Schulwaldprojekt ist im Jahr 2010 entstanden. Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Anna-Sophianeum beschlossen, Bäume gegen den Klimawandel zu pflanzen. Zu den Kooperationspartnern gehörten von Anfang an die Stadt Schöningen, die der Schule eine mehr als 5.000 m² große Fläche am Rande des ehemaligen Braunkohletagebaus auf dem Gelände des paläon zur Verfügung gestellt hatte, und die Stiftung Zukunft Wald, die das Projekt personell, finanziell und auch fachlich unterstützte. Am 16. November 2012 pflanzten die Schülerinnen und Schüler des Anna-Sophianeum und die Grundschüler aller Grundschulen im Einzugsbereich des Anna-Sophianeum 2.700 Bäume gegen den Klimawandel. Geplant und durchgeführt wurde diese Pflanzaktion von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe im Rahmen ihrer Facharbeit.

Ziel dieses Langzeitprojektes ist, die Schülerinnen und Schüler für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu motivieren.

Der Schulwald des Gymnasium Anna-Sophianeum wird im Rahmen des LEADER-Projektes erweitert und soll für Schülerinnen und Schüler besser erreichbar werden. Außerdem wird die Nutzung ausgeweitet. Dazu wird die notwendige Infrastruktur geschaffen und es werden unter anderem eine Forschungsstation mit Wetterstation und Labor sowie grüne Klassenzimmer errichtet, in denen geforscht und unterrichtet werden kann. Die Astronomie AG erhält eine Abstellfläche und Teleskope zur Beobachtung des Himmels. Die Erweiterungsflächen werden mit zusätzlichen Bäumen bepflanzt, eine Bienenwiese und diverse Insektenhotels angelegt sowie die Voraussetzungen für eine Schulimkerei geschaffen.

Foto: Amtshof Eicklingen