Alte Schule Rennau und Treffpunkt für Jung und Alt, hier Einrichtung von drei Wohneinheiten für ein familienfreundliches Wohnen im Dorfkern in der alten Schule

Alte Schule Rennau und Treffpunkt für Jung und Alt, hier Einrichtung von drei Wohneinheiten für ein familienfreundliches Wohnen im Dorfkern in der alten Schule
Projektträger:Privatperson
Ort:Rennau
Handlungsfeld:HF 1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2019

Projektbeschreibung:

In Rennau gibt es nur wenige Mietwohnungen. Mehr werden gebraucht. Das Wohnraumversorgungskonzept für den Landkreis Helmstedt prognostiziert für Mehrfamilienhäuser einen Bedarf von 346 Wohnungen in 2020, ohne Neubauten werde es eine Unterdeckung von 21% geben. Und es empfiehlt den Dörfern, attraktiver für junge Menschen und Familien werden.

Die ehemalige Schule ist ein zentrales, erhaltenswertes Gebäude, jedoch heruntergekommen und unbewohnt. Das auszubauende Fachwerkhaus steht auf dem ehemaligen Anger des Angerdorfes Rennau, zwischen Kirche und Feuerwehr. Zentraler geht es nicht. Derzeit gibt es zu wenig Alltags-Begegnungsmöglichkeiten. Jugendliche treffen sich in der Bushaltestelle. Es gibt kein Intergenerationenangebot. Es gibt keinen Spielplatz

Im Rahmen des Projektes werden drei familienfreundliche Wohnungen, mit guten Grundrissen, passender Größe und in hoher Qualität hergerichtet. In jeder wird auch dauerhaft mindestens ein Kind leben.

Zusammen mit der Einrichtung eines Jugendtreffs sowie eines Spielplatzes wird so im Gebäude der Alten Schule ein gründlich saniertes Schmuckstück im Dorf entstehen, das eine langfristige, sinnvolle Nutzung erhält.

Foto: privat

Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung des ehemaligen Tagebaus Schöningen (Südfeld) für das Projekt „Wildnis wagen“

Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie für die Nachnutzung des ehemaligen Tagebaus Schöningen (Südfeld) für das Projekt „Wildnis wagen“
Projektträger:Stiftung Naturlandschaft
Ort:Schöninger Umfeld
Handlungsfeld:HF 4 – Folgen des Klimawandels
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtllinie
Jahr der Bewilligung:2019

Projektbeschreibung:

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die umfassend die verschiedenen Aspekte der Folgenutzung des Tagebaus Schöningen beschreibt. Aspekte dabei sind u.a. bergrechtliche Aspekte, biologische und geologische Bedingungen, Fragen des regionalen Wasserhaushalts sowie Aspekte für wirtschaftliche und touristische Angebote. Diese ist verbunden mit einer Leitbildentwicklung für den Standort Tagebau Schöningen im Helmstedter Revier, die im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Unternehmen Revier“ realisiert wird.

Ziel ist ferner, mit der Machbarkeitsstudie eine Entscheidung über die Realisierbarkeit des Projektes „Wildnis wagen“ zu treffen und dieses Projekt danach in die Realisierung zu führen.

Ziel ist auch, Initiativen und Aktivitäten der Region, insbesondere in der LEADER- Region einzubinden. Neben der regionalen Perspektive bietet das Projekt eine deutschlandweit einmalige Chance, mit überregional tätigen Experten ein Modellvorhaben zu entwickeln. Die Vernetzung der LEADER- Region mit anderen vom Bergbau betroffenen LEADER- Regionen ist geplant.  

Wesentlich im Projekt ist ebenfalls der Wissenstransfer aus der wissenschaftlichen Praxis zu den Akteuren im Projekt. Das Projekt wird als „Schaufenster“ für die Region sichtbar sein, so dass einzelne Themen und Aspekte in geeigneter Weise für die Bewohner und die Besucher der Region sichtbar gemacht werden. Die Machbarkeitsstudie legt die Grundlage für die Realisierung einer alternativen Folgenutzung des Tagebaus Schöningen und trägt somit zur regionalen Entwicklung bei.

Foto: Amtshof Eicklingen

InstEp – Innenstadt-Erlebnispfad paläon: Entwicklung eines touristischen, technischen und finanziellen Konzeptes

InstEp – Innenstadt-Erlebnispfad paläon: Entwicklung eines touristischen, technischen und finanziellen Konzeptes
Projektträger:Stadt Schöningen
Ort:Schöningen
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2019

Projektbeschreibung:

Von den ca. 60.000 jährlichen Besucherinnen und Besuchern des paläon besucht derzeit nur ein kleiner Teil die Schöninger Innenstadt. Dass das für viel Geld errichtete Zentrum damit kaum zur Wahrnehmung der Kommune sowie zum Umsatz von Gastronomie und Einzelhandel beiträgt, ist in den Augen vieler Schöninger Bürgerinnen und Bürger ein großes Manko, welches es zu beheben gilt. Die Wegstrecke von ca. 2,5 km Länge zwischen dem paläon und dem Einstieg in die Innenstadt soll deshalb durch die Schaffung eines touristischen Erlebnispfads aufgewertet werden, um mehr Besucherinnen und Besucher des Zentrums zu einem Besuch der Innenstadt zu animieren. Die geplante Aufwertung soll darüber hinaus auch zu einer wahrnehmbaren Steigerung der Attraktivität des Weges z.B. als Fitness-/Spazierweg für Anwohnerinnen und Anwohner führen.

Foto: Stadt Schöningen

Bau eines Spielplatzes und Einrichtung eines Treffpunktes für Jung und Alt in der Alten Schule in Rennau

Bau eines Spielplatzes und Einrichtung eines Treffpunktes für Jung und Alt in der Alten Schule in Rennau
Projektträger:Privatperson
Ort:Rennau
Handlungsfeld:HF 1 – Lebensqualität erhalten und erhöhen
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2019

Projektbeschreibung:

In Rennau gab es keinen öffentlichen Treffpunkt für Jugendliche und Kinder. Jugendliche wollen sich aber (und müssen das auch tun für eine gesunde Entwicklung) außerhalb von zu Hause treffen. Auch für ältere Menschen gibt es zu wenig öffentliche Möglichkeiten, sich zu treffen. Und es mangelt an generationsübergreifenden Angeboten.

2018 wurde daher der Verein „Alte Schule Rennau e.V.“ gegründet. Zwecke des Vereins sind die Förderung der Jugend- und Altenhilfe sowie von Kunst und Kultur. Dies soll verwirklicht werden insbesondere durch die Unterhaltung und Belebung von Räumlichkeiten in der ehemaligen Schule in Rennau.

Der Verein baut in diesem Projekt einen Raum zu einem Treffpunkt um und erreichtet zudem im Außenbereich einen Spielplatz und eine Terrasse.

Foto: privat

Umbau des alten Forsthauses Mesekenheide in Bad Helmstedt zu einem Naturerlebnispunkt

Umbau des alten Forsthauses Mesekenheide in Bad Helmstedt zu einem Naturerlebnispunkt
Projektträger:Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Ort:Lappwald
Handlungsfeld:HF 2 – Tourismus und Naherholung
Förderprogramm:ELER / LEADER-Richtlinie
Jahr der Bewilligung:2019

Projektbeschreibung:

Das alte Forsthaus Mesekenheide liegt an einer kleinen Waldwiese mit einer Reihe Obstbäumen mitten im Lappwald. Der Stall des alten Forsthauses wurde lange Zeit nicht mehr genutzt,  drohte durch Vandalismus zerstört zu werden und als letztes Zeugnis der Besiedlung des Forstortes Mesekenheide zu verfallen.

Im Rahmen des LEADER-Projektes konnte das letzte Zeugnis der Besiedlung Mesekenheide erhalten werden. Gleichzeitig wurde durch die Instandsetzung des Forthauses das Freizeitangebot des Lappwaldes, im besonderen des Brunnentals bei Bad Helmstedt, gesteigert. Ein weiteres Ziel, das mit der Durchführung der Maßnahme verfolgt wurde, war die Entwicklung einer Grundlage für einen Ort für Umweltbildungsmaßnahmen, um dadurch auch zum Trittstein für das Naturprojekt „Grünes Band“ zu werden. Dafür wurde die alte Bausubstanz (Dach, Fenster, Türen) saniert und der Innenraum wurde zu einem attraktiven Naturerlebnispunkt umgestaltet.

Foto: Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

„E-Bike-Paradies“. Transferbesuch im Südburgenland (Österreich)

„E-Bike-Paradies“. Transferbesuch im Südburgenland (Österreich)

12.06.2019 – (Foto und Text: M. Specht)

Mit dem Ziel, die E-Bike Region „Harz.Braunschweig.Land Ostfalen.“ auszubauen, besuchten in der vergangenen Woche 28 Vertreter der LEADER-Regionen „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“, „Westharz“ und „Osterode am Harz“, „Harz“, „Rund um den Huy“ und „Nordharz“ sowie die ILE-Region „Elm Schunter“ in einem transnationalen Kooperationsprojekt ihre Partnerregion, die LEADER-Region „Südburgenland Plus“. Als ländlich geprägter Raum, in Grenznähe mit intakter Natur, zeige die Provinzregion im Südosten Österreichs nicht nur topografisch bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit den Vorharz-/Harz-Regionen, konstatierten die Gäste aus Deutschland.

Entsprechend groß war deren Interesse zu erleben, wie die österreichische LEADER-Region es geschafft hatte, ihr „Erlebnisparadies Südburgenland“ zu einer touristischen Erfolgsmarke mit stetig steigenden Gästezahlen auszubauen. Man habe früh das Potenzial des E-Bikes erkannt, blickte Martin Ochsenhofer, Geschäftsführer der Fox Tours GmbH und Mitbegründer des E-Pike Paradieses, zurück. Und in der Tat habe sich das E-Bike unterdessen vom „Rollator“ zur Hightech-Spaßmaschine entwickelt, schmunzelte er. Doch allein mit einem gut ausgeschilderten Wege- und Fahrradnetz, das im Südburgenland rund 500 Kilometer umfasse, sei es nicht getan, ergänzten Thomas Wachter, Obmann des Erlebnisparadieses Südburgenland, und sein Stellvertreter Gerald Ehrenhöfer. „Nicht nur die Landschaft und das Klima in unserer Region sind von besonderem Wert, sondern auch die vielen Betriebe mit Angeboten in den Bereichen Kulinarik, Wein, Gastronomie und Hotellerie, Sport und Kultur. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Angebote als Erlebnisse unseren Gästen zugänglich zu machen. Unter anderem durch attraktive Genussrouten, die die Betriebe per E-Bike ansteuern.“

Wie dies konkret aussieht, erlebten die Teilnehmer vor Ort. Und so radelten sie bergauf, bergab zu „Aloisia´s Mehlspeiskuchl und Kaffee-stubn“, zur Stukitsmühle, wo Kürbisöl kalt gepresst wird, schauten in der Nudelmanufaktur Bischof oder beim Winzer Thom Wachter vorbei, der seine Weinprobe auf einer von LEADER finanzierten Aussichtsplattform inklusive Rundum-Blick abhielt – für die Gäste aus Deutschland ein einmaliges Erlebnis, wie sie betonten. Überhaupt zeigten diese sich von dem Engagement, der Herzlichkeit und der engen Zusammenarbeit der Akteure aus Österreich begeistert. Tatsächlich ließe sich einiges adaptieren, urteilten die Teilnehmer in einer Reflektionsrunde und begannen bereits in Österreich das eine oder andere mögliche Kooperationsprojekt untereinander zu entwickeln.

Wobei es nicht darum ging, etwas Neues zu erfinden, sondern das Potenzial des bereits Bestehenden auszuschöpfen, wie sie hervorhoben. Ein Ansatz, der LEADER-Regionalmanager Michael Schmidt besonders freute. „Was wir hier erleben, ist tatsächlich der Gedanke von LEADER in gelebter Form: Eine Region macht etwas Gutes und die anderen dürfen sich dies nicht nur anschauen, sondern sogar nachmachen.“ Miteinan-der statt gegeneinander, so das LEADER-Credo. Welche Ideen und bestehenden Konzepte sich die Österreicher gegebenenfalls übernehmen könnten, soll in einem Gegenbesuch im März 2020 ausge-lotet werden. Und natürlich, wie man das „E-Bike-Paradies Südburgenland“ mit dem künftigen „E-Bike-Paradies Harz.Braunschweig.Land Ostfalen.“ miteinander vernetzen könnte.

Einweihung Biohof Hansmann in Klein Twülpstedt

10. Dezember 2018

Die LEADER-Region „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ hat sich innerhalb ihres Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) unter anderem das Ziel gesetzt die Nahversorgungssituation in der Region durch den Ausbau von Dorfläden, neuen Dienstleistungen und innovativen Versorgungslösungen zu stärken.

Seit über einem Jahr unterstützt nun schon die Lokale Aktionsgruppe „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“ daher eine junge Familie in Klein Twülpstedt bei der Umnutzung einer alten Hofanlage zu einem Bio-Erlebnishof mit Hofladen. Der BIOLAND-Hof Hansmann besteht aus drei Geschäftszweigen und umfasst 110 ha ökologischen Landbau zertifiziert nach BIOLAND-Richtlinien. Vorrangig angebaute Früchte sind Getreide, Ölpflanzen und Kartoffeln. Außerdem werden pro Jahr ca. 10 Bio-Schweine gehalten. Im Bio-Hofladen werden eigene Produkte vermarktet wie Fleisch, Wurst, Kartoffeln, Leinsaat und Zuckerrübensirup. Zudem gibt es einen Abo-Kistenlieferservice.

Die Projektträger haben für die Realisierung ihrer Maßnahme Fördermittel sowohl über die LEADER-Region als auch über die ZILE-Richtlinie erhalten. Als erster, wichtiger Teilabschnitt wurde am 07. Dezember  jetzt der neue Bio-Hofladen eingeweiht.

Landesweite LEADER-Delegation reist durch die LEADER-Region Grünes Band im Landkreis Helmstedt

19.11.2018

Foto: Amtshof Eicklingen

Die LEADER-Region Grünes Band im Landkreis Helmstedt war bei der LEADER-Landeskonferenz vom 15. bis 16.11.2018 die Gastgeberregion. Zwar fand die eigentliche Konferenz im Tagungshotel AVALON in Königslutter am Elm statt, jedoch führte eine Busexkursion die ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Niedersachsen zu ausgewählten LEADER-Projekten.

Die erste Station war das Elmhaus, wo die Mitgereisten die einmalige Gelegenheit hatten bei der Einweihung des über LEADER geförderten Projektes „Waldelefant“ dabei zu sein. In Ihren Danksagungen wiesen die Redner allesamt auf die Besonderheit des Projektes und de Bedeutung für die touristische Entwicklung der Region hin. Neben dem Landesbeauftragten für die regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, sprachen auch noch Landrat Gerhard Radeck sowie LAG-Vorsitzender und Bürgermeister Henry Bäsecke. Projektleiter und Stiftungsvorstand der Stiftung FUX, Hans-Christoph Buchholtz bedankte sich außerdem besonders bei seinem Team vom „Elmhaus“ aber auch bei allen anderen Unterstützern und Förderern. Waldelefant-Experte und Grabungsleiter Dr. Jordie Serangeli wies in seinem unterhaltsamen Kurzvortrag darauf hin, dass die vielen archäologischen Funde rund um Schöningen einen einmaligen Schatz darstellten, den es in dieser Form sonst nirgendwo auf der Welt gibt.

 

Foto: Amtshof Eicklingen

Die nächste Station auf der Exkursion war das paläon. Hier hatten die Besucher die Möglichkeit sich ein Bild vom LEADER-Projekt „Der Eiszeitzoo von Schöningen“ zu machen. Direkt daneben demonstrierte der hauseigene „Ice Age Warrior“ seinem Publikum wie man zu Zeiten des Waldelefanten Feuer machte. Parallel wurde eine Besuchergruppe durch Regionalmanager Michael Schmidt über das Kooperationsprojekt „Digging Deep“ informiert. Elm-Freizeit-Experte Thomas Kempernolte stelle das Projekt „Wandern im Naturpark Elm-Lappwald“ vor. Dorothea Nenneweitz informierte über das mittlerweile ebenfalls abgeschlossene Projekt „Ausbildung von GästeführerInnen“.

Grenzinfotafel in Büstedt eingeweiht

07. September 2018

Foto: Amtshof Eicklingen

Bereits im April 2017 hat die LAG Grünes Band im Landkreis Helmstedt per Beschluss das Projekt „Instandsetzung der Grenzinfotafel an der Allerbrücke Büstedt / Oebisfelde“ auf ihre Prioritätenliste gesetzt. Nach erfolgter Bewilligung Anfang diesen Jahres haben die engagierten Mitglieder des „Heimatverein Oebisfelde e.V.“ mit der Umsetzung ihrer Maßnahme begonnen.

Die Tafel befindet sich am ehemaligen innerdeutschen Grenzpunkt an der Allerbrücke Oebisfelde-Büstedt, am alten Verlauf der B188 auf einem Grundstück des Landkreises Helmstedt und wurde durch den Oebisfelder Heimatverein e.V. aufgestellt. Auf der Tafel ist der Grenzverlauf mit Abbildungen der Grenzanlage und weiteren Informationen dargestellt. Die Tafel befindet sich an einem Haltestreifen für PKW´s. Durch den regen Verkehr wird die Tafel von vielen haltenden und vorbeifahrenden Personen gesehen. Insbesondere Radfahrer halten hier kurz an. Aufgrund der teils starken Beschädigung der Tafel, musste diese dringend  erneuert werden. Im rahmen des Projektes wurden zudem mehrere Sitzbänke installiert, um den Platz für rastsuchende Durchreisende noch attraktiver zu gestalten.

Im Rahmen eines Pressetermins wurde die Tafel nun offiziell eingeweiht. Vereinsvorsitzender Ulrich Pettke zeigte sich sichtlich erleichtert, dass die Arbeiten nun abgeschlossen sind dankte dabei insbesonderen den vielen engagierten Vereinsmitgliedern, die sich für die Erneuerung der Tafel engagiert haben. Auch der LAG-Vorsitzende Henry Bäsecke war voll des Lobes für dieses kleine aber symbolisch bedeutsame Projekt für die LEADER-Region Grünes Band im Landkreis Helmstedt. Zeigt das Projekt doch vortrefflich wie wichtig die länderübergreifende Kooperation mit den jeweiligen Nachbarregionen ist und wie gut dies auch in der Praxis funktionieren kann. LEADER sei dank!

E-Bike-Paradies – Regionen unterzeichen Kooperationvereinbarung

05. September 2018

Foto: Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft

Die Fallsteinklause in Osterwieck bot am Dienstag einen passenden Rahmen für die Unterzeichnung des grenzübergreifenden Kooperationsprojektes. Liegt sie doch in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und hat Anteil an einem früheren Kooperationsprojekt, mit dem der Kleine Fallstein für den Wandertourismus erschlossen wurde. Bereits seit dem letzten Jahr liefen die Vorbereitungen für das Kooperationsprojekt „E-Bike-Paradies“. Dabei handelt es sich um eine gebietsübergreifende und transnationale Kooperation zwischen LEADER-Regionen und vergleichbaren Partnerschaften in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen in Deutschland sowie – und das ist besonders – einer LEADER-Region in Österreich.

Beteiligt sind die drei LEADER-Regionen im Landkreis Harz (LAG Harz, LAG Nordharz und LAG Rund um den Huy) aus Sachsen-Anhalt. Weitere Partner sind die LEADER-Regionen „Grünes Band im Landkreis Helmstedt“, „Osterode am Harz“ und „Westharz“ sowie die ILE-Region „Elm-Schunter“, allesamt aus Niedersachsen. Transnationaler Partner in Österreich ist die LAG „südburgenland plus“.  Die LAG „Rund um den Huy“ hat die Lead-Partnerschaft für das Projekt übernommen.

Ein wesentliches Projektziel ist es, Genussrouten zu schaffen, sie mit einem sportlichen Wettbewerb zu verbinden und für Gäste und Einheimische einen Anreiz für die umfangreiche Erkundung der Region im Harz und Harzvorland mit dem E-Bike zu schaffen. Dabei sollen Gäste und Einheimische über regionale Erzeuger und Erlebnisanbieter informiert und die Routen zu den beteiligten Betrieben geführt werden. In Österreich ist das E-Bike-Paradies bereits erfolgreich, man verspricht sich dort durch die Kooperation mit den deutschen Partnern eine Erweiterung des bisherigen Angebots und neue Impulse. Im Gegenzug versprechen sich die Regionen im Harz bzw. im Harzvorland wertvolle Hinweise aus dem Südburgenland zum Einsatz der E-Bikes im Tourismus.

Um ein E-Bike-Paradies zu werden, sollen E-Bike-Ziele gesucht, nach einem Kriterienkatalog ausgewählt und beworben werden, z.B. lokale Betriebe, die regionale Produkte erzeugen, oder die Stationen der „Verborgenen Schätze an der Straße der Romanik“, ebenfalls ein LEADER-Kooperationsprojekt. Interessierte Betriebe können sich mit einem Erlebnispunkt oder einer Beherbergung für die Gäste auf Genusstouren am E-Bike Netzwerk beteiligen. Darüber hinaus ist eine gemeinsame Vermarktung des „E-Bike- Paradieses“ sowohl in Österreich als auch in Deutschland über ein neu zu schaffendes Buchungsportal vorgesehen. Ein neues Label „Radler-Nadel“ soll die berühmte „Harzer Wander-Nadel“ ergänzen und als Belohnung für den Besuch von zahlreichen Erlebnisorten vergeben werden. Das Projekt ist für eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Danach soll es sich durch die bis dahin geschaffene Struktur selbst tragen.

Nachdem die Kooperationsvereinbarung nun unterzeichnet worden ist, können die Förderanträge in den einzelnen Regionen gestellt werden. Erst wenn in allen teilnehmenden Partner-Regionen die entsprechenden Bewilligungen erteilt worden sind, kann das gemeinsame Projekt starten. Zwar konnten die Partner aus Österreich nicht zur Unterzeichnung anreisen, jedoch erklärte Projektinitiator Mario Wermuth sich bereit, ein Exemplar der Vereinbarung bereits in dieser Woche bei dem Kooperationspartner der österreichischen LAG im Südburgenland persönlich vorbeizubringen. Auch das ist gelebte Partnerschaft, meint LEADER-Manager Michael Schmidt.

Bis es offiziell ab 2019 losgehen wird, wollen sich die einzelnen Partner regelmäßig über den Projektsachstand sowie die weiteren Planungsschritte verständigen. In einem ersten Schritt wird ein gemeinsames Projektmanagement ausgeschrieben, mit dem das gesamte Projekt von Anfang an begleitet wird.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.